Die Schriftstellerin Anja Kampmann ist mit dem Günter Kunert-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Kultur Stiftung Itzehoe verliehen.
Der Günter Kunert-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Anja Kampmann. Ausgezeichnet wird damit Kampmanns im vergangenen Jahr bei Hanser erschienener Gedichtband "Der Hund ist immer hungrig". In der Begründung der Jury heißt es, "die Gedichte des Bandes erzählen in reduzierter Sprache, aber voller Poesie, vom Marschland, von Figuren in Sorge um die Welt und das bedrohte Dasein, aber auch persönliche Empfindungen finden ihren Platz. Anja Kampmann hat ihrer Generation eine eigenständige, wiewohl auch überraschende Stimme verliehen."
Der Preis soll im Frühjahr 2023 in Itzehoe verliehen werden. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Anja Kampmann ist damit die zweite Autorin, die mit dem 2020 ins Leben gerufenen Günter Kunert-Preis ausgezeichnet wird. Vor zwei Jahren erhielt die Schriftstellerin Daniel Danz den Preis.
Anja Kampmann
Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität in Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2013 wurde sie mit dem MDR-Literaturpreis ausgezeichnet, 2015 erhielt sie den Wolfgang Wehrauch-Förderpreis, 2021 den Rainer-Malkowski-Preis. Ihr 2018 bei Hanser erschienener Roman "Wie hoch die Wasser steigen" war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und gelangte auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Die englische Übersetzung des Romans gelangte zudem auf die Shortlist des National Book Awards, der neben dem Pulitzer-Preis als die renommierteste Literaturauszeichnung der USA gilt.
Günter Kunert
Günter Kunert zählt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegs- und Wendezeit. Seine schriftstellerische Arbeit bestand neben der Lyrik aus Kurzgeschichten, Erzählungen, autobiografischen Aufzeichnungen, Hörspiele, Reden, Reiseskizzen, Drehbücher und weitere Formate, die ein nahezu unüberschaubares Werk bilden. Thematisch setzte er sich kritisch mit Themen wie Fortschrittsgläubigkeit, Nationalsozialismus und der Politik des DDR-Regimes auseinander. Kunert erhielt zahlreiche Literaturpreis, darunter der Heinrich-Mann-Preis, der Georg-Trakl-Preis und der Preis der Frankfurter Anthologie. 2012 wurde Kunert außerdem der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Hier bestellen
Topnews
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
NDR-Sachbuchpreis läuft an: Das ist die diesjährige Jury
Anna Katharina Hahn erhält den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag
Die Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2026
Selfpublishing-Buchpreis 2025/26: Neun Bücher im Finale auf der Leipziger Buchmesse
Selfpublishing-Buchpreis 2025/26 – Zwischen Longlist und Bühne
Miljenko Jergović erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2026
Anja Kampmann: „Die Wut ist ein heller Stern“
David Szalay gewinnt den Booker Prize 2025 für „Flesh“
Kindle Storyteller Award 2025 geht an Annette Oppenlander
Druckfrisch vom 12. Oktober 2025 László Krasznahorkai, Anja Kampmann, Katerina Poladjan – und Denis Scheck mit der SPIEGEL-Bestsellerliste
Deutscher Buchpreis 2025: Dorothee Elmiger ausgezeichnet
Der Moment vor dem Donner: Warten auf den Literaturnobelpreis 2025
Die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025 steht fest
Schweizer Buchpreis: Shortlist 2025
Die Hotlist 2025 - unbequem, unabhängig und unverzichtbar
Aktuelles
VERY BAD CHOICE: Die Entscheidung (J. S. Wonda) –„Wähl endlich“ – wenn eine Frage zur Drohung wird
Very Bad Liars: Spring Break (J. S. Wonda) – Spring Break klingt nach Freiheit – in Kingston ist es nur eine andere Art von Gefahr
VERY BAD ELITE: 2. Semester (J. S. Wonda) – Wenn der Campus ein Spielfeld ist – und du der Einsatz
Jennette McCurdy: Half His Age
Ein alter Mann, ein großer Fisch und das Meer dazwischen
Über Rilke stolpern – Karwoche ohne Gewissheit
Ken Folletts „The Deep and Secret Things“ – was die Ankündigung über den kommenden Roman verrät
We Who Will Die von Stacia Stark – „Gladiator“ trifft Vampirhof – und plötzlich ist Überleben ein Vertrag
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler – Wenn Familiengeschichte nach Akten riecht
Yoga Town von Daniel Speck – Warum „Yoga Town“ mehr ist als ein Indien-Roman
Liebeserklärung an die Heldinnen – von der Höhle bis ins Heute
Die Krankheitslügen von Fabian Kowallik – Gesundheit als Versprechen – und als Misstrauen
Einatmen. Ausatmen von Maxim Leo – Wenn „Achtsamkeit“ zur Auflage wird
Victor Hugo: Die Elenden
Zwischen Klick und Kanon – Die BookBeat Awards 2026 und das neue Maß des Hörens
Rezensionen
REM (Annika Strauss & Sebastian Fitzek) – Schlafen, träumen – und dann nicht mehr aufwachen
Abgeschnitten von Sebastian Fitzek & Michael Tsokos – Wenn ein Telefonzettel im Schädel liegt
Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
Das schönste aller Leben von Betty Boras – Schönheit als Versprechen – und als Zumutung
Dire Bound von Sable Sorensen – Wenn ein Band mehr ist als nur „Bonding + Spice“
Michael von Kunhardt Mentalgiganten: Was wahre Stärke wirklich ausmacht
Happy Head von Josh Silver – Wellness, Wettbewerb, Wahnsinn