Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901 und endete mit dem 31. Dezember 2000. Das 20. Jahrhundert zählt zur Epoche der Neuzeit und war besonders durch den Imperialismus und die beiden Weltkriege sowie den daraus erwachsenden Niedergang der europäischen Kolonialreiche und den Kalten Krieg geprägt, ebenso von der exponentiellen Zunahme der Weltbevölkerung, der Automatisierung und der Digitalisierung von Wirtschaftsprozessen sowie der Polarisierung zwischen der Ersten und der Dritten Welt. Wichtige Technologien wie Kunststoffe, Elektronik, Raumfahrt und Antibiotika veränderten die Welt.

Viele Historiker nutzen für ihre Periodisierungen nicht die kalendarischen Einteilungen, sondern berufen sich bei der Festlegung von Zäsuren auf politische, soziale oder kulturelle Aspekte. Weit verbreitet ist die These vom „Langen 19. Jahrhundert“, das bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs (1914) dauerte. Auch den Wendepunkt mit der Oktoberrevolution 1917 zu verbinden, ist eine gängige These. Parallel dazu wird das 20. Jahrhundert auch als das „kurze 20. Jahrhundert“ bezeichnet, das eben vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Ende der Sowjetunion und ihres Machtbereichs 1989 bis 1991 dauert. Grundlage für die Periodisierung kann zum Beispiel der Ost-West-Konflikt sein. Seine Wurzeln hatte er bereits im Aufstieg der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert versuchten viele Organisationen, aus den Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels neue Staatsorganisationen herzustellen. Dieser Prozess begann mit der Oktoberrevolution von 1917 und endete mit dem Zusammenbruch des als „Real existierender Sozialismus“ bezeichneten Versuchs um 1990.

Quelle: Wikipedia

20. Jahrhundert

Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Schwebende Lasten von Annett Gröschner, Annett Gröschner gelingt ein Porträt des 20. Jahrhunderts, das still, aber eindrücklich wirkt – weil es auf das schaut, was andere ausblenden: die, die tragen, statt zu reden. Die, die schweigend weiterarbeiten. Die, die ihre Kinder verlieren und trotzdem noch aufstehen. Wer wissen will, was Haltung bedeutet, kann bei Hanna Krause lernen. C.H.BECK
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Annett Gröschner: Schwebende Lasten

Hanna Krause, Blumenbinderin, Kranfahrerin, Mutter von sechs Kindern, Zeitzeugin wider Willen – oder besser: Zeitdurchlebende. Denn das, was Gröschner erzählt, ist nicht bloß eine Geschichte über ein Jahrhundert, sondern ein Jahrhundert, das sich in einem einzigen Körper eingeschrieben hat. Ein Roman, der das Vergessen sichtbar macht, ohne laut zu werden. Und das Erzählen wieder dort verankert, wo es oft ignoriert wird: im Alltag, in den Händen, im Gestern, das nicht ...
Eugen Gomringer ist verstorben Eugen Gomringer ist verstorben Von Kritzolina - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
Abschied

Eugen Gomringer ist verstorben – ein Blick auf sein letztes Werk

Eugen Gomringer ist verstorben am Donnerstag, den 21. August 2025, in Bamberg, seiner Wahlheimat. Er wurde 100 Jahre alt. Dass er so alt wurde, passt zu ihm: Das Leben als streng gezählte Einheit, fast wie eine Verszeile, getragen von Disziplin und Klarheit. Gomringer war der Begründer der Konkreten Poesie, ein Mann, der Worte wie Bausteine behandelte und ihnen architektonische Präzision abverlangte.
Marko Dinić – Buch der Gesichter Ein Erinnerungspanorama in acht Stimmen Marko Dinić – Buch der Gesichter Ein Erinnerungspanorama in acht Stimmen Paul Zsolnay Verlag
Buchvorstellung

Marko Dinić – Buch der Gesichter

Marko Dinićs neuer Roman Buch der Gesichter erscheint am 19. August 2025 im Paul Zsolnay Verlag. Auf 464 Seiten entwirft der Autor ein literarisches Tableau, das Belgrad im Jahr 1942 als Zentrum einer ebenso persönlichen wie politischen Suchbewegung inszeniert. Erzählt wird in acht Kapiteln, aus acht Perspektiven – eine Struktur, die Erinnerungsarbeit zur Komposition werden lässt. Dinićs Text steht in der Tradition moderner Erinnerungsliteratur, verzichtet jedoch auf die klassische Retrospektive ...
Jenny Erpenbeck: Heimsuchung Jenny Erpenbeck: Heimsuchung Ein Haus als stiller Chronist deutscher Geschichte Eichborn
Buchvorstellung

Jenny Erpenbeck: Heimsuchung

Jenny Erpenbecks Roman Heimsuchung (2008 bei Eichborn, inzwischen als TB bei Penguin)) ist eine literarische Meditation über Heimat, Vergänglichkeit und Erinnerung, erzählt durch die Geschichte eines einzigen Hauses am märkischen Scharmützelsee. Mit poetischer Präzision und tiefgründiger Symbolik entfaltet Erpenbeck ein Mosaik deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts und zeigt, wie politische Umbrüche persönliche Schicksale prägen.
„Rilke: Dichter der Angst – Eine Biografie" „Rilke: Dichter der Angst – Eine Biografie" C.H.Beck
Buchrezension

„Rilke: Dichter der Angst – Eine Biografie“ von Manfred Koch

Rainer Maria Rilke gehört zu den faszinierendsten Dichtern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist geprägt von einer tiefen Sensibilität, existenziellen Fragen und einer ständigen Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. In seiner Biografie „Rilke: Dichter der Angst“ widmet sich der Literaturwissenschaftler Manfred Koch der dunkleren Seite des Poeten und rückt die Angst als zentrales Motiv in Rilkes Leben und Schaffen in den Fokus. Diese tiefgehende Analyse zeigt, wie sehr Rilkes Unsicherheiten, ...
Man lebt nur einmal Man lebt nur einmal Bewegende und dramatische Liebesgeschichte zwischen der Filmikone Marlene Dietrich und dem Schriftsteller Erich Maria Remarque. Kiepenheuer & Witsch
Buchvorstellung

Thomas Hüetlin:"Man lebt sein Leben nur einmal"- eine Liebesgeschichte

In "Man lebt sein Leben nur einmal", erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, erzählt Thomas Hüetlin die bewegende und dramatische Liebesgeschichte zwischen der Filmikone Marlene Dietrich und dem Schriftsteller Erich Maria Remarque. Ihre Begegnung 1937, als sie beide schon internationale Berühmtheiten waren – sie als gefeierte Diva aus Der blaue Engel und er als Autor des Antikriegsromans Im Westen nichts Neues – markiert den Beginn einer intensiven Affäre voller Höhen und ...
Als einziger Neueinsteiger positioniert sich der Politikwissenschaftler Herfried Münkler mit seinem Buch "Marx, Wagner, Nietzsche" auf Platz 20 der Spiegel Bestsellerliste in der Rubrik Sachbuch/Hardcover. Als einziger Neueinsteiger positioniert sich der Politikwissenschaftler Herfried Münkler mit seinem Buch "Marx, Wagner, Nietzsche" auf Platz 20 der Spiegel Bestsellerliste in der Rubrik Sachbuch/Hardcover. Bild: Pixabay
Aktuelles

SPIEGEL Bestseller Update: Herfried Münkler stellt "Marx, Wagner, Nietzsche" vor

Mit seinem aktuellen Buch über die drei große Dichter und Denker Karl Marx, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche positioniert sich der Politikwissenschaftler Herfried Münkler als einziger Neueinsteiger in dieser Woche auf Platz 20 der SPIEGEL Bestsellerliste. Wir schauen rein.
Am Samstag jährt sich der 150. Geburtstag des französischen Autors Marcel Proust. Beim Suhrkamp Verlag erschien kürzlich die Prosasammlung "Der geheimnisvolle Briefeschreiber". Am Samstag jährt sich der 150. Geburtstag des französischen Autors Marcel Proust. Beim Suhrkamp Verlag erschien kürzlich die Prosasammlung "Der geheimnisvolle Briefeschreiber". Foto: Suhrkamp Verlag
Prosa

Die Welt mit Worten färben

Am Samstag jährt sich der Geburtstag des französischen Autors und Sozialkritikers Marcel Proust zum 150. Mal. Prousts Hauptwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist eines der bedeutendsten, umfangreichsten und zentralsten Werke des 20. Jahrhunderts. 2019 dann die Sensation: Im Nachlass des französischen Verlegers Bernhard de Fallois tauchten bisher unbekannte Briefe und Prosastücke des Autors auf. Der Suhrkamp Verlag hat eine Auswahl davon unter dem Titel "Der geheimnisvolle ...
Else Lasker-Schüler galt als temperamentvoll und selbstbewusst. In einem neu entdeckten Briefwechsel mit dem Verleger Franz Glück bestätigt sich dieses Bild der großen Dichterin. Else Lasker-Schüler galt als temperamentvoll und selbstbewusst. In einem neu entdeckten Briefwechsel mit dem Verleger Franz Glück bestätigt sich dieses Bild der großen Dichterin. Foto. Wikipedia
Aktuelles

Bisher unbekannte Briefe Else Lasker-Schülers entdeckt

Anfang des 20. Jahrhunderts avancierte Else Lasker-Schüler zur führenden Dichterin des Expressionismus. Weltbekannt sind nicht nur ihre Gedichte, sondern auch die Briefwechsel, unter anderem der mit dem Maler Franz Marc. Nun wurden weitere Briefe Schülers bekannt; gerichtet an den Verleger Franz Glück.
Der Roman "Blauwal der Erinnerung"von Tanja Maljartschuk versucht sich einem nationalen Vergessen zu widersetzen. Der Roman "Blauwal der Erinnerung"von Tanja Maljartschuk versucht sich einem nationalen Vergessen zu widersetzen. Foto: Kiepenheuer Witsch
Redaktionelle Empfehlung

Bevor sie verdaut sind

Voriges Jahr gewann sie mit ihrem Text "Frösche im Meer" den Ingeborg-Bachmann-Preis. Nun erscheint der erster Roman der ukrainischen Autorin Tanja Maljartschuk: "Blauwal der Erinnerung". Erzählt wird hier die Geschichte eines ukrainischen Philosophen und Nationalhelden, den die Zeit verschlungen hat. Ein Rehabilitationsversuch.

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