Andere zerbrechen laut,
und die Welt hält inne,
reicht Hände, flüstert Trost.
Ich zerbreche nach innen,
schichtweise,
lautlos,
wie Holz, das von innen fault,
bis nur noch die Hülle bleibt –
aufrecht, unauffällig,
brauchbar.
Manchmal wünsche ich mir,
zu schreien,
zu explodieren,
sichtbar zu sein
im Splittern und Bersten.
Aber ich bleibe still,
wie immer,
und funktioniere weiter,
während mein Herz
im Verborgenen
zu Staub zerfällt.
Freie Texte
Worte in der Wüste
Wolf-Ulrich Cropp
Der alter Targi (Einzahlt von Tuareg) hat einmal gesagt: „Wenn du die Zeichen lesen kannst, ist dir die Wüste ein vertrauter Garten, wenn nicht, ist sie dein Grab. - Inschallah.“