Andere zerbrechen laut,
und die Welt hält inne,
reicht Hände, flüstert Trost.
Ich zerbreche nach innen,
schichtweise,
lautlos,
wie Holz, das von innen fault,
bis nur noch die Hülle bleibt –
aufrecht, unauffällig,
brauchbar.
Manchmal wünsche ich mir,
zu schreien,
zu explodieren,
sichtbar zu sein
im Splittern und Bersten.
Aber ich bleibe still,
wie immer,
und funktioniere weiter,
während mein Herz
im Verborgenen
zu Staub zerfällt.
Freie Texte
Grenzspiel
Nicole Ulich
Der Raum war offen. Oder auch nicht. Dachte er wurde verschlossen. Oder wars am Ende doch ich? War da nicht eine Tür? Für eine Frage. „Was ist der wirkliche Grund? Noch immer er-schließt es sich nicht. Es sind wohl die Dissonanzen. Sie zerren, fliegen und tanzen, bis Einklang sich findet und wieder verschwindet.