Andere zerbrechen laut,
und die Welt hält inne,
reicht Hände, flüstert Trost.
Ich zerbreche nach innen,
schichtweise,
lautlos,
wie Holz, das von innen fault,
bis nur noch die Hülle bleibt –
aufrecht, unauffällig,
brauchbar.
Manchmal wünsche ich mir,
zu schreien,
zu explodieren,
sichtbar zu sein
im Splittern und Bersten.
Aber ich bleibe still,
wie immer,
und funktioniere weiter,
während mein Herz
im Verborgenen
zu Staub zerfällt.
Freie Texte
Heine und die Tropen: Asien und Karibik
Zoufiné Lauer-Baré
Wo? „ Wo wird einst des Wandermüden Letzte Ruhestätte sein? Unter Palmen in dem Süden? Unter Linden an dem Rhein? “ fragt sich das Lyrische Ich in dem Gedicht „Wo?“ von Heinrich Heine (1797– 1856). Dieser Essay antwortet auf diese Frage: