Auf der Frankfurter Buchmesse entscheidet sich, welcher Roman in diesem Jahr das "Lieblingsbuch der Unabhängigen" wird. insgesamt 267 Buchhandlungen haben Romane ins Rennen um die Auszeichnung geschickt. Jetzt wurde die fünf Titel umfassende Shortlist bekanntgegeben.
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Oben Erde, unten Himmel: Roman (Quartbuch) | Ausgezeichnet mit dem Evangelischen Buchpreis
Leonard und Paul: Roman | Nominiert für das »Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023« (Shortlist)
Auf der Shortlist der Auszeichnung "Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023" findet sich die Romane: "Paradise Garden" von Elena Fischer; "Oben Erde, unten Himmel" von Milena Michiko Flašar; "Leonard und Paul" von Rónán Hession; "Marschlande" von Jarka Kubsova und "22 Bahnen" von Caroline Wahl. Ab dem 2. Oktober können Buchhandlungen ihre Stimme für einen der 5 Titel der Shortlist abgeben. Der Gewinnertitel wird dann auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am 19. Oktober um 14 Uhr auf der Leseinsel der unabhängigen Verlage statt. Hier eine Übersicht der nominierten Titel.
Die Shortlist - "Lieblingsbuch der Unabhängigen"
Elena Fischer: "Paradise Garden"
Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los – sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war. (Verlagsankündigung/Diogenes)
Milena Michiko Flašar: "Oben Erde, unten Himmel"
»Alleinstehend. Mit Hamster«, so beschreibt sie sich selbst. Suzu lebt in einer japanischen Großstadt. Unscheinbar. Durchscheinend fast. Der neue Job aber verändert alles. Ein umwerfender Roman über Nachsicht, Umsicht und gegenseitige Achtung: Herr Ono ist unbemerkt verstorben. Allein. Es gibt viele wie ihn, immer mehr. Erst wenn es wärmer wird, rufen die Nachbarn die Polizei. Und dann Herrn Sakai mit dem Putztrupp, zu dem Suzu nun gehört. Sie sind spezialisiert auf solche Kodokushi-Fälle. »Fräulein Suzu«, wie der Chef sie nennt, fügt sich widerstrebend in die neuen Aufgaben. Es braucht dafür viel Geduld, Ehrfurcht und Sorgfalt, außerdem einen robusten Magen. Die Städte wachsen, zugleich entfernt man sich voneinander, und häufig verschwimmt die Grenze zwischen Desinteresse und Diskretion. Suzu lernt schnell. Und sie lernt schnell Menschen kennen. Tote wie Lebendige, mit ganz unterschiedlichen Daseinswegen. Sie sieht Fassaden bröckeln und ihre eigene porös werden. Und obwohl ihr Goldhamster sich neuerdings vor ihr versteckt, ist sie mit einem Mal viel weniger allein. Milena Michiko Flašar hat eine frische, oft heitere Sprache für ein großes Thema unserer Zeit gefunden. Und sie hat liebenswert verschusselte Figuren erschaffen, die man gern begleitet. Ein unvergesslicher, hellwacher Roman über die ›letzten Dinge‹. (Verlagsankündigung/Wagenbach)
Rónán Hession: "Leonard und Paul"
Der Buchhändler*innen-Liebling aus England und Irland »Eine bezaubernde, warmherzige Würdigung all jener Dinge, die das alltägliche Leben so wertvoll machen.« (The Guardian) Leonard und Paul sind allerbeste Freunde. Während Leonard als Ghostwriter für Kinderenzyklopädien tätig ist, arbeitet Paul als Aushilfsbriefträger. Das Leben der beiden verläuft in ruhigen, wohlgeordneten Bahnen – bis jedem von ihnen etwas widerfährt, das eine ganze Reihe von Veränderungen in Gang setzt ... In seinem hochgelobten Debütroman widmet Rónán Hession (Übersetzung: Andrea O’Brien) sich jenen Menschen, die im Alltag oftmals übersehen werden. Sie beteiligen sich nicht am Lärmen der Welt, sondern zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die häufig unterschätzt werden: Freundlichkeit, Sanftmut und Bescheidenheit. »Leonard und Paul« ist die Geschichte zweier Freunde, die darum kämpfen, ihr Verständnis davon zu bewahren, was im Leben von Bedeutung ist – und uns Leser*innen damit nachdrücklich vor Augen führen, dass es in vielfacher Hinsicht einen Gewinn darstellen kann, sich auf den Nebenstraßen des Lebens zu bewegen. (Verlagsankündigung/Woywod & Meurer)
Jarka Kubsova: "Marschlande"
Im Hamburger Marschland lebt ums Jahr 1580 Abelke Bleken. Sie führt allein einen Hof, trotzt Jahreszeiten und Gezeiten. Und sie versucht, sich gegen ihre Nachbarn zu behaupten, in einer Zeit, die für unabhängige Frauen lebensgefährlich ist. Fast fünfhundert Jahre später zieht Britta Stoever mit ihrem Mann und ihren Kindern in die Marschlandschaft. Ihre Arbeit als Geografin hat sie für die Familie aufgegeben, das neue Zuhause ist ihr noch fremd. Sie unternimmt lange Spaziergänge durch die karge Landschaft, beobachtet die Natur und lernt, in Bracks und Deichlinien die Spuren der Vergangenheit zu lesen. Dabei stößt Britta auf das Leben der Abelke, auf Ausgrenzungen und Ungerechtigkeiten, die beängstigend aktuell sind. Fasziniert taucht sie tiefer und tiefer ein – und merkt, wie viel sie im Leben der anderen Frau über sich selbst erfährt. (Verlagsankündigung/S. Fischer)
Caroline Wahl: "22 Bahnen"
Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der – genau wie sie – immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.
›22 Bahnen‹ ist eine raue und gleichzeitig zärtliche Geschichte über die Verheerungen des Familienlebens und darüber, wie das Glück zu finden ist zwischen Verantwortung und Freiheit. (Verlagsankündigung/DuMont)
Der Preis: "Lieblingsbuch der Unabhängigen"
Das Lieblingsbuch der Unabhängigen wird seit 2015 im Rahmen der Woche unabhängiger Buchhandlungen (WUB) verliehen. In dieser Woche führen die teilnehmenden Buchhandlungen verschiedene Aktionen wie etwa Autorenlesungen durch, um die Kundenbindung zu verbessern und die Bedeutung unabhängiger Buchhandlungen im Kulturleben zu fördern. Zum Lieblingsbuch der Unabhängigen wurden in den vergangenen Jahren Titel wie "Altes Land" von Dörte Hansen (2015), "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells (2016) und "Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens (2019). Im vergangenen Jahr wurde der Roman "Eine Frage der Chemie" von Bonnie Garmus ausgewählt.
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