Der japanische Bestsellerautor und langjähriger Literaturnobelpreisanwärter Haruki Murakami ist mit dem spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis ausgezeichnet worden. Murakami bringt in seinen Werken die großen Themen und Konflikte unserer Zeit, wie etwa Einsamkeit, existenzielle Unsicherheit und Entmenschlichung in Großstädten zum Ausdruck, hieß es in der Jurybegründung.
Der japanische Bestsellerautor Haruki Murakami erhält den Prinzessin-von-Asturien-Preis für Literatur. Die Asturien-Preise werden jährlich in acht Sparten vergeben und sind mit insgesamt mit 50.000 Euro dotiert. Murakami, der seit vielen Jahren als einer der aussichtsreichen Anwärter auf den Literaturnobelpreis gilt, erhalte den Preis für seine Fähigkeit, japanische Tradition und das Erbe westlicher Kultur auf eine ehrgeizige und innovative Erzählweise in Einklang zu bringen, urteilte die Jury. Außerdem würdigte die Jury in ihrer Mitteilung die "Einzigartigkeit seiner Literatur, ihre universelle Reichweite und die Fähigkeit, japanische Tradition und das Erbe der westlichen Kultur zu vereinen".
Die Gewinner des Preises erhalten neben dem Preisgeld auch eine Skulptur von Joan Miró überreicht. Die Auszeichnungen werden Ende Oktober Kronprinzessin Leonor (17) und ihrem Vater, König Felipe VI. (55) überreicht.
Haruki Murakami
Haruki Murakami gilt international als einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Bekannt ist er vor allem für seine märchenhaften, surrealen Romane. Einen ersten großen Erfolg landete der 72-Jährige bereits 1987 mit seinem Roman "Naokos Lächeln", der sich mehr als zehn Millionen Mal verkauften und in rund 35 Sprachen übersetzt wurde. Weitere, auch in Deutschland zu Bestsellern gewordene Werke sind etwa "Erste Person Singular" (2021), "Die Chroniken des Aufziehvogels" (2020) oder "Die Ermordung des Commendatore" (2018).
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