Der britische Bestsellerautor Simon Beckett steht derzeit wieder im Rampenlicht. Grund ist dieses Mal jedoch nicht die Veröffentlichung eines neuen Romans, sondern der Start der auf Becketts Bestseller-Reihe basierenden Streaming-Serie "Die Chemie des Todes". In einem Interview mit dem Stern verriet der Autor, wie wichtig das Urteil seiner Frau ist, wenn es um seine Bücher geht.
Simon Becketts Krimis sind immer wieder in den Rankings internationaler Bestsellerlisten vertreten. Insbesondere die Bücher um den Forensiker David Hunter haben den britischen Autor weltberühmt gemacht. Mit "Die Chemie des Todes" startete in der vergangenen Woche eine auf Becketts Bestseller-Reihe basierende Serie, die bei dem Streaminganbieter Paramount+ zu sehen ist. In einem Interview mit dem Stern verriet Beckett, welch einen großen Einfluss seine Frau Hilary auf sein literarisches Schaffen hat.
"Mach das nicht"
So habe sie bisher nicht nur manche Plotttwists verhindert, sondern sogar ganze Buchideen verworfen. "Ich hatte ihr von einer Idee erzählt und sie hat gesagt: Mach das nicht. Sie sagt dann immer: Simon, das funktioniert nicht. Und manchmal bin ich anderer Meinung, aber ärgerlicherweise, wenn ich eine Weile darüber nachdenke, merke ich meistens, dass sie recht hat. Auch wenn ich zuerst widerwillig war. Ein Buch, das meine Frau nicht gutheißt, wird nicht veröffentlicht."
Außerdem sprach Beckett über sein schwieriges Verhältnis zum Internet. Zwar benutze der das dieses hin und wieder. Zum Recherchieren aber verwende er lieber Lehrbücher, da diese tendenziell zuverlässiger seien. "Im Internet muss man ein bisschen vorsichtig sein, was man sich ansieht.", so Beckett.
Zuletzt erschienen: "Die Verlorenen"
Im Juli 2022 erschien der erste Band einer neuen Thriller-Serie um den Polizisten Jonah Colley. "Die Verurteilten" stand für mehrere Wochen auf Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste. Ähnlich wie David Hunter ist auch Becketts neuer Held vom Schicksal gezeichnet. Vor zehn Jahren verschwand sein Sohn Theo spurlos. Seither liegt sein Leben in Scherben. Im ersten Band erhält Jonah eine Nachricht von seinem ehemals besten Freund Gavin, zu dem vor 10 Jahren den Kontakt abgebrochen hat. Gavin bittet um ein Treffen. Doch am verabredeten Treffpunkt, ein verlassenes Lagerhaus, findet Jonah nur die Leiche seines Bekannten vor. Daneben drei weitere Tode.
Topnews
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
"Die Chemie des Todes" - Simon Becketts Bestsellerreihe startet bei Paramount+
Die obskure Leichtigkeit des Zufalls
"audible" Hörbuch-Charts: Stephen King mit "Billy Summers" an der Spitze
SPIEGEL Bestseller Update: Simon Beckett mit "Die Verlorenen" auf Platz 1 der Hardcover-Liste
Aktuelles
Die Maschine und der Satz
Was die aktuelle Bestsellerliste über das Lesen im Jahr 2026 verrät
Der Butt – Günter Grass
Bachmannpreis 2026: Diese 14 Autorinnen und Autoren lesen in Klagenfurt
Katz und Maus – Günter Grass
Hundejahre – Günter Grass
Die Blechtrommel – Günter Grass
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini: Ein Roman über Demenz, Würde und die kleinen Momente des Menschseins
Leo Tolstoi: Wie „Der Tod des Iwan Iljitsch“ das Sterben aus der Sprache der Gesellschaft befreit
Ein Erzähler des Zweifels: Norbert Gstrein erhält den Siegfried-Lenz-Preis 2026
International Booker Prize 2026: Warum „Taiwan Travelogue“ gewinnen musste
Träume aus Salz von Anika Landsteiner: Ein Roman über Verlust, Fernweh und die Frage, wie man mit Erinnerungen weiterlebt
Zwischen gestern und für immer von A. D. Wilk: Ein Roman über Verlust, Erinnerung und die Frage, ob Liebe Zeit überdauern kann
Häftling von Freida McFadden: Dieser Psychothriller spielt mit Angst, Erinnerung und der Frage, wem man glauben kann
Warum «Schlich ein Puma in den Tag» zu den außergewöhnlichsten Kinderbüchern des Jahres gehört
Rezensionen
Der Friede im Osten: Erik Neutschs Romanzyklus als Chronik eines historischen Versuchs
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman: Ein stiller Roman über Einsamkeit, Erinnerung und das Menschsein
Die Vermessung der Leere: Georges Perecs Träume von Räumen und das Schreiben gegen das Verschwinden
Die Familie als Riss – Madeline Cashs „Verlorene Schäfchen“
Liebewesen von Caroline Schmitt: Ein Roman über Nähe, Sehnsucht und die Angst, wirklich gesehen zu werden
Der Mann ohne Gesicht: Max Frischs Stiller und die Erfindung des Selbst
Nachts ist man am besten wach von Kristina Valentin: Eine Liebesgeschichte über zweite Chancen und die leisen Stunden dazwischen
Was ich nie gesagt habe von Susanne Abel: Wenn Wahrheit nicht befreit, sondern verändert
Stay Away from Gretchen von Susanne Abel: Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und die Schatten der Vergangenheit
Die Wut, die bleibt von Mareike Fallwickl: Wenn Fürsorge kippt und Stille laut wird
Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind: Eine wahre Geschichte über Schuld, Urteil und die Grenzen von Mitgefühl