14 Jahre lang hat die amerikanische Autorin Chelsea Banning an ihrem Debütroman "Of Crowns and Legends" gearbeitet. Nach dem Erscheinen, bewarb sie das Buch monatelang auf Social Media. Mit mäßigem Erfolg. Eine Lesung in einer Buchhandlung in Ohio galt ihr als letzte Hoffnung; doch von den rund 40 Zusagen kamen nur zwei Menschen. Unterstützung bekam Banning kurz darauf von Margaret Atwood, Stephen King und anderen ErfolgsautorInnen auf Twitter.
Unter allen schweren Anfängen gilt der literarische als einer der schwierigsten. Diese Erfahrung musste auch die Autorin Chelsea Banning im Zuge der Buchvorstellung ihres im August erschienenen Debütromans "Of Crowns and Legends" machen. 14 Jahre lang hat Banning an ihrem Werk gearbeitet, anschließend auf Social Media die Werbetrommel gerührt, dann eine Buchhandlung gefunden, dessen Besitzer den Laden für eine Lesung öffnete. Für Banning eine Art letzte Hoffnung, denn die Werbebemühungen auf Social Media brachten bislang nur mäßigen Erfolg mit sich. 37 Menschen hatten zugesagt, die Veranstaltung zu besuchen. Am Ende waren nur zwei von ihnen vor Ort. "Ich war entmutigt und deprimiert und fühlte mich schlecht" so Banning. Schließlich hatte der Besitzer der Buchhaltung den Laden extra für die Lesung geöffnet.
Am Folgetag twitterte die Autorin was passiert war. "Zu meiner gestrigen Autogrammstunde kamen nur zwei Leute, was mich ziemlich deprimiert hat", twitterte Banning. "Vor allem, weil 37 Leute gesagt hatten, dass sie zu der Veranstaltung kommen würden. Ehrlich gesagt war ich etwas verärgert und peinlich berührt." Kurze darauf bekam Banning prominente Unterstützung. Einige der renommiertesten amerikanischen Autorinnen und Autoren antworten auf Bannings tweet, indem sie von ihren eigenen Erfahrungen als Angehende SchriftstellerInnen berichteten."Sag mal, Kumpel, gibt es hier irgendwo Nazi-Bücher?"
Margaret Atwood berichtete von einer Signierstunde, zu der niemanden gekommen sei, abgesehen von einem Typen, der Klebeband kaufen wollte und dachte, sie sei die Verkäuferin. Stephen King antwortete mit einer Anekdote, die sich auf das book signing seines Romans "Brennen muss Salem" bezog. Der einzige Kunde fragte ihn: "Sag mal, Kumpel, gibt es hier irgendwo Nazi-Bücher?" Fantasy-Autor Neil Gaiman beglückwünschte Banning. Immerhin seien es bei ihr zwei mehr gewesen als bei einer Veranstaltung in New York, bei der er gemeinsam mit seinem Kollegen Terry Pratchett gewesen sei - "uns sonst niemand". Auch die Schriftsteller Robin Hobb, Jodie Picoult und David Nicholls antworten auf den tweet.
In einem Interview mit dem "Guardian" zeigte sich Banning überglücklich. Die solidarische Reaktion ihrer berühmten Kollegen habe sie zu Tränen gerührt, und ihre Einstellung rückblickend verändert. Sie sei definitiv auch beruhigt. Ihre gedruckten Bücher seien derzeit ausverkauft, aber sie gibt Bescheid, wenn wieder welche auf Lager sind.
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