Die österreichische Schriftstellerin Isabella Straub wird die neue Stadtschreiberin in Erfurt. Wie die Landeshauptstadt am Montag mitteilte, wird Straub ab April 2023 vier Monate in Erfurt arbeiten. Beworben hatte sie sich mit dem Romanprojekt "Der Kratzer".
Isabella Straub konnte sich gegen 40 Mitbewerberinnen und Bewerber durchsetzen, und wird neue Stadtschreiberin in Erfurt. "Wir freuen uns sehr, dass Isabella Straub einen frischen Blick auf Erfurt werfen wird und die gesamte Stadt für ihre Arbeit in den Blick nehmen möchte", so der Kulturbeigeordnete Tobias Knoblich. "Wir sind schon sehr gespannt, wie sich der Aufenthalt in der Thüringer Landeshauptstadt auf ihr Werk auswirken wird."
Laut Stadt will Straub ihr derzeitiges Romanprojekt "Der Kratzer" während ihrer Zeit als Stadtschreiberin vollenden und Schreibwerkstätten anbieten. Erfurt sei für sie "sowohl idyllische Innenstadt als auch Plattenbaugebiet am Roten Berg mit enormem Inspirationspotenzial", so die Autorin. In ihrem Roman spielen Plattenbauten demnach eine wichtige Rolle.
Isabella Straub
Isabella Straub studierte Germanistik und Philosophie in Wien und Klagenfurt. Sie beendete ihr Studium 1993 mit einer Diplomarbeit zu dem Thema "Die Kluft zwischen Sprache und Welt ist unüberbrückbar geworden. Günther Anders und die Sprache des letzten Zeitalters als Magistra". Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Journalistin, später als Werbetexterin. 2011 gewann sie beim FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb mit dem Text "Wortlaut". 2013 debütierte sie mit dem Roman "Südbalkon". Mit ihrem zweiten Roman "Das Fest des Windrads" wurde sie 2015 unter anderem zum Literaturfestival O-Töne eingeladen. Ihr dritter Roman - "Wer hier schlief" - erschien 2017.
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