Sozialdemokratie ist eine in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene politische Bewegung und politische Ideologie der Linken.[1] Die Sozialdemokratie setzt sich nach ihrem heutigen Selbstverständnis mit demokratischen und sozial- bzw. wohlfahrtsstaatlichen Mitteln für eine sozial gerechte Gesellschaft ein. Bis Anfang der 1960er Jahre gehörte die teilweise Verstaatlichung der Produktionsmittel zu den allgemein anerkannten Zielen der sozialdemokratischen Bewegung in Westdeutschland – ein Ziel, das dort mit dem Godesberger Programm der SPD 1959 weitgehend aufgegeben wurde.

Die ursprünglich revolutionär-sozialistische Sozialdemokratie unterschied sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts von kommunistischen Bewegungen zunehmend dadurch, dass sie die sozialen Probleme nicht durch eine Revolution der Arbeiterklasse, sondern durch demokratische Reformen zu lösen versuchte. Entsprechende in Deutschland insbesondere von Eduard Bernstein ab den späten 1890er Jahren vertretene Thesen (vgl. Revisionismustheorie) setzten sich nach und nach in der Sozialdemokratie gegen die zunächst noch revolutionär gesinnte Mehrheit bis spätestens nach dem Ersten Weltkrieg durch.

Quelle: Wikipedia

Du schreibst und würdest deine Texte gerne teilen?

cms.lkorv