Begierde (selten auch Begier) ist ein zwischen unwillkürlichem Streben und bewusstem Willen liegendes Trieberlebnis.[1]

Das Wort „Begierde“ ist ein vom Adjektiv „gierig“ abgeleitetes Abstraktum (Adjektivabstraktum).[2] Das Substantiv „Gier“ stammt aus der indogermanischen Wurzel *ghi; das alte Adjektiv ger – noch enthalten im Wort begehren – ist verdrängt durch gierig, althochdeutsch girig. Erhalten geblieben ist auch das schwache Zeitwort gieren im Sinne von „gierig verlangen“.[3] In mittelalterlichen Texten wurde die Begierde auch als gelust[4] bezeichnet, im Plural heute Gelüste, womit das zum Begriff „Lust“ gehörige, seit Martin Luther (1523) nachweisbare Adjektiv lüstern (‚Lust haben‘)[5] zusammenhängt.

Quelle: Wikipedia

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