Buchrezension
Annie Ernaux und Marc Marie: „Auf den Bildern“ – Was vom Begehren übrig bleibt
Annie Ernaux und Marc Marie erkunden in „Auf den Bildern“ anhand von 14 Fotografien Begehren, Erinnerung und Sterblichkeit.
Begierde (selten auch Begier) ist ein zwischen unwillkürlichem Streben und bewusstem Willen liegendes Trieberlebnis.[1]
Das Wort „Begierde“ ist ein vom Adjektiv „gierig“ abgeleitetes Abstraktum (Adjektivabstraktum).[2] Das Substantiv „Gier“ stammt aus der indogermanischen Wurzel *ghi; das alte Adjektiv ger – noch enthalten im Wort begehren – ist verdrängt durch gierig, althochdeutsch girig. Erhalten geblieben ist auch das schwache Zeitwort gieren im Sinne von „gierig verlangen“.[3] In mittelalterlichen Texten wurde die Begierde auch als gelust[4] bezeichnet, im Plural heute Gelüste, womit das zum Begriff „Lust“ gehörige, seit Martin Luther (1523) nachweisbare Adjektiv lüstern (‚Lust haben‘)[5] zusammenhängt.
Quelle: Wikipedia