Auf See, auch Nachts[1] (russisch В море, W more), ist eine Kurzgeschichte des russischen Schriftstellers Anton Tschechow, die 1883 entstand und am 29. Oktober desselben Jahres in der Nr. 40 der Moskauer Wochenzeitschrift Mirskoi tolk[2] erschien. Der Autor verspottet die gängige Praxis miserabler Honorierung gewisser Träger geistlicher Ämter in Russland. Zu Lebzeiten Anton Tschechows wurde die Geschichte ins Bulgarische übersetzt.

Der Ich-Erzähler – ein junger Matrose – und sein bejahrter Vater, ein verdorbener Trunkenbold, haben an Bord das große Los gezogen. Die übrigen zwanzig Besatzungsmitglieder auf dem Dampfer gingen leer aus. Vater und Sohn dürfen des Nachts das Paar in der Kajüte für Neuvermählte heimlich beobachten. Die zwei Gucklöcher haben die Matrosen in einer Woche Handarbeit in die Kajütenwand gebohrt und ein klein wenig ausgesägt. Als der Ich-Erzähler seinen Guckposten beziehen will, führt sein Weg an der Gemeinschaftskajüte vorbei. Darin verhandelt der frischgebackene Ehemann, ein junger Pastor mit einem Evangelium in der Hand, lebhaft-wortreich mit einem dicken alten Engländer. Die junge schlanke sehr hübsche Pastorsfrau kann das Auge nicht vom Blondschopf ihres schönen Gatten abwenden.

Quelle: Wikipedia

Auf See

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