Die legendäre Kurzgeschichte von John W. Campbell, die den klassischen Carpenter-Film inspiriert hat, ist jetzt im Doppelpack mit "Parasite Deep" erschienen.
Highlight für Fans klassischer Monster- und Sci-Fi-Stories: Festa Verlag hat die Kurzgeschichte "Who goes there?" von John W. Campbell in neuer deutscher Übersetzung auf den Markt gebracht.
Die Story: Eine Gruppe Wissenschaftler findet in der Arktis ein im Eis eingefrorenes Wesen, das aus dem Weltall zu stammen scheint. Der Gruppe fällt nichts Besseres ein, als die Überreste zu bergen und hofft, mit dem Fund berühmt zu werden. Wie ärgerlich, dass das Alien langsam auftaut und sich selbstständig macht: Es infiziert die Mannschaft und übernimmt die Körper der Menschen.
Taschenbuch als Doppelband
Festa Verlag liefert im Taschenbuch (336 Seiten, 13,95 €) allerdings nicht nur die Story von John Wood Campbell, sondern gleich einen Doppelband mit Wendecover. Darin ist außerdem die Kurzgeschichte "Parasite Deep" von Shane McKenzie enthalten. Ein Angelausflug mit Onkel Pete und einer Gruppe Jugendlicher wird zum Horrortrip: Statt des fetten Fangs lauern unter dem Meeresspiegel deformierte Kreaturen - doch davon weiß nur Onkel Pete etwas.
Als E-Book sind beide Titel für je 3,99 € auch einzeln erhältlich.
Als einzelnes Buch war "Das Ding aus einer anderen Welt" zeitgleich zur Veröffentlichung des Carpenter-Films bei Heyne erschienen. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um eine Adaption des Drehbuchs vom bekannten Zeilensöldner Alan Dead Foster. Heyne ließ sich damals zu einem waschechten Etikettenschwindel hinreißen: "Der Roman, nach dem der sensationelle, gleichnamige John Carpenter-Film gedreht wurde", hieß es damals auf dem Cover.
Drei Filme, drei Klassiker
Die drei vorliegenden Filme lohnen sich für Fans trotz der recht unterschiedlichen Inszenierungen allemal. Die erste Verfilmung von Christian Nyby von 1951 wirkt zwar mit einigen sichtbar gemalten Backdrops heutzutage teils unfreiwillig komisch, zählt aber zu den Genre-Klassikern.
Die von 1981 stammende Version von John Carpenter ist nach allgemeiner Auffassung "die" Verfilmung schlechthin und glänzt mit einem bestens spielenden Kurt Russell in der Hauptrolle. Obwohl die damals mit viel Latex und Kunstblut gestalteten Monsterszenen frei von CGI-Effekten waren, wirkt das Geschehen heute noch erschreckend. Die Infizierung der ahnungslosen Arktisforscher mit den Computeranimationen kommt in "The Thing" von 2011 zwar noch realistischer auf die Leinwand, aber Regisseur Matthijs Heijningen Jr. gelingt es trotzdem nicht, die Carpenter-Inszenierung zu übertreffen.
Hier bestellen
Topnews
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
Aktuelles
Die Mitternachtsreise von Matt Haig: Eine berührende Geschichte über Reue, Liebe und die Frage, was ein gelungenes Leben ausmacht
Yesteryear von Caro Claire Burke: Der Roman, der den Tradwife-Trend auf den Prüfstand stellt
Mikhail Zygar: Die Zukunft, die nie kam – Rezension des Sachbuchs über den Zerfall der Sowjetunion und Putins Russland
Bernhard Kegel: Rettung durch schnelle Evolution. Warum Arten unerwartet überleben – Die Natur antwortet
Hurra, der Sommer ist da
Ulf Poschardt: Bückbürgertum – Die Republik im Rückzug
Die gute Tochter von Karin Slaughter: Ein Thriller über Trauma, Familie und die Gewalt, die niemals verschwindet
Sebastian Fitzeks „Die Einladung“ wird 2027 als Theaterproduktion auf Tournee gehen
Das Buch Henoch: Die zensierte Apokryphe der Bibel – Rezension: Zwischen religiösem Geheimwissen und populärer Geschichtserzählung
Selfpublisher-Umfrage 2026: Neue Einblicke in die Entwicklung des Selfpublishings
Petra Morsbach: Orion
Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello von Melanie Pignitter: Eine Reise nach Italien – und zurück zu sich selbst
Die Kinder des Wüstenplaneten von Frank Herbert: Der Roman, in dem die Dune-Saga ihre wahre Dimension entfaltet
Nathan Devers erzählt in „Gegen sich selbst denken“ von der Freiheit der Philosophie – und von einer Sprache, die den Glauben überlebt
Dunkle Sühne von Karin Slaughter: Ein düsterer Thriller über Schuld, Gewalt und die Geheimnisse einer Kleinstadt
Rezensionen
Der Herr des Wüstenplaneten von Frank Herbert: Die geniale Fortsetzung, die den Mythos des Helden zerstört
Dune von Frank Herbert: Warum dieser Science-Fiction-Klassiker bis heute das Genre prägt
Wer wärst du ohne deine Sorgen? – Martin Wehrle sucht den Ausgang aus dem Gedankenkarussell
John Fowles’ „Magus“: Der Roman, der seinen Lesern misstraut
Positive Psychologie von Johanna E. Kappel: Kann positives Denken das Leben wirklich verändern?
Die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss: Das Buch, das unsere Vorstellung von Arbeit und Freiheit verändert hat
Elisa Hoven: Feine Risse – Schuld, Wahrheit und die Grenzen des Urteils
Rabih Alameddine: Die wirklich wahre Geschichte von Radscha, dem Gutgläubigen (und seiner Mutter)
Die Frauen, die bleiben – Rafik Schamis spätes Mosaik der Erinnerung
Powerless – Die Flucht von Lauren Roberts: Die düstere Fortsetzung der BookTok-Sensation

