Erst kürzlich hat die Netflix-Verfilmung des Romans "Im Westen nichts Neues" bei den britischen Filmpreisen glänzen können. Ob es für einen Oscar reicht, werden wir am kommenden Montag erfahren. Ein positiver Nebeneffekt: Der bahnbrechende Filmerfolgs hat das Interesse an Erich Maria Remarque´s gleichnamigen Antikriegsbuch wieder ansteigen lassen. Immer mehr Bücher werden verkauft.
Der Antikriegsfilm "Im Westen nichts Neues" geht am Montag für Deutschland ins Oscar-Rennen. Bereits jetzt ist der Film ein riesiger Erfolg. Bei der Verleihung der renommierten britischen Filmpreise hat Edward Bergers Drama in sieben Kategorien punkten können, unter anderem als "Bester Film"; "Bester nicht-englischsprachiger Film" und "Beste Regie". Der Erfolg und die vermehrte Berichterstattung wirken sich auch positiv auf den Buchmarkt aus, wie eine Sprecherin des Verlages Kiepenheuer & Witsch kürzlich bestätigte: "Wir stellen schon seit September letzten Jahres, also seit der verstärkten Berichterstattung über die Verfilmung (...), im Handel ein gestiegenes Interesse fest, besonders an der Taschenbuch-Ausgabe". Seit November befinde sich die Nachfrage auf einem sehr hohen Niveau. Im Januar und Februar habe sie sich gegenüber den letzten Vorjahren sogar verdreifacht.
Erich Maria Remarque - "Im Westen nichts Neues"
Erich Maria Remarques schildert in seinem 1928 erschienenen Roman die Schrecken und Gräuel des Ersten Weltkrieges aus der Perspektive des jungen Soldaten Paul Bräumer, der an die Westfront verlegt wird. Von den patriotischen Reden ihres Lehrers an- und aufgestachelt, meldet sich Pauls gesamte Klasse für den Kriegsdienst. Den hochgeschraubten Reden steht jedoch bald schon die grauenhafte Realität des Krieges gegenüber.
Die Netflix-Verfilmung von Regisseur Edward Berger kam im September in die Kinos und läuft seit Oktober auf Netflix. Bei den Oscar-Verleihung in der Nacht vom 12. auf den 13. März hat der Film Chancen auf insgesamt neun Auszeichnungen, unter anderem auch hier als "Bester Film".
Topnews
Unser Geburtstagskind im August: Mary Shelley
Unser Geburtstagskind im Juli: Franz Kafka und die Kunst, sich nicht zurechtzufinden
Unser Geburtstagskind im Juni: Thomas Mann und die brüchige Ordnung der Welt
Unser Geburtstagskind im Mai: Novalis - Die Blaue Blume und die Wiederverzauberung der Welt
Unser Geburtstagskind im April: Samuel Beckett
Unser Geburtstagskind im März: Heinrich Mann
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
"Im Westen nichts Neues" ein Schritt näher am Oscar
Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" mit vier Oscars ausgezeichnet
"Im Westen nichts Neues": Eine Szene war zu grausam
Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" räumt bei den britischen Filmpreisen ab
"Im Westen nichts Neues" für neun Oscars nominiert
14 Nominierungen für die Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues"
Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" geht für Deutschland ins Oscar-Rennen
Aktuelles
Frank Pulina: Insel der Babys – Die dunkle Seite des schönen Lebens
Edgar Wallace: „Der andere Mann“
Die Geister, die wir riefen – Goethe und die künstliche Intelligenz
Die Riesinnen von Hannah Häffner: Heimat ist nicht dasselbe wie Dazugehören
Wenn die Kraniche nach Süden ziehen von Lisa Ridzén: Wenn Fürsorge die Freiheit kleiner macht
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner: Manche Sommer dauern länger als drei Monate
Broder von Dörte Hansen: Zwei Brüder, ein Hof und die Frage, wem das Land gehört
Zur See von Dörte Hansen: Eine Insel kann Heimat sein und trotzdem zu eng werden
Österreich und Deutschland stiften Lyrikpreis zum Bachmann-Jubiläum
Die verschlossene Tür von Freida McFadden: Wie weit fällt der Apfel vom Stamm?
Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling: Die Revolution wird diesmal nicht vertagt
Deutscher Buchpreis 2026: Diese sechs Romane stehen auf der Shortlist
Lesen als Abendritual: Warum das gedruckte Buch den Bildschirm vor dem Schlafengehen schlägt
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst von Arno Strobel: Wenn das eigene Zuhause zum Gegner wird
PISA 2025: Stiftung Lesen fordert frühe Leseförderung
Rezensionen
Vielleicht bin ich nicht Gott von Stefania Gander: Die Welt gehört der Katze – der Mensch darf bleiben
Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova: Was der Wald über Frauen erinnert
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking: Was geschieht mit den Träumen, die wir vernünftig begraben?
Rückkehr nach Alaska von Wolf Cropp: Wo die Wildnis den Menschen auf seine Größe zurücksetzt
George Moore: Albert Nobbs – Das Leben im Dazwischen
MONOFUTURIS – Vom Fortschritt zum Verlust der Vielfalt von Konstantin Schamber
Eunike Grahofers „Wurzeln – Apotheke aus der Erde“
Rage – Du sollst brennen von S.T. Abby: Am Ende reicht Rache allein nicht mehr
Pain – Du sollst leiden von S.T. Abby: Wenn die Wahrheit nicht mehr verborgen bleiben kann
Sarah Elena Müller: „Unwucht“ – Die offene Seite der Liebe
Revenge – Du sollst flehen von S.T. Abby: Wenn aus Rache endgültig Krieg wird
Blood – Du sollst bereuen von S.T. Abby: Wie lange kann man jemanden lieben, den man nicht kennt?
Secret – Du sollst mich fürchten von S.T. Abby: Wenn die Serienkillerin zur Heldin wird
Giuliano Musio: „Aus anderem Holz“ – Der Mensch, der eine Puppe blieb