Der Ullstein Verlag wurde 1877 vom Verleger Leopold Ullstein in Berlin gegründet. Ursprünglich ein reiner Zeitungsverlag, umfasste er seit 1903 auch Bücher im Belletristik- und Sachbuchbereich. Heute firmieren zwei Unternehmen unter dem Namen Ullstein: der Zeitungsverlag B.Z. Ullstein GmbH als Tochter der Axel Springer SE sowie die Ullstein Buchverlage GmbH als Tochter des schwedischen Medienunternehmens Bonnier.

Der 1826 in Fürth geborene Leopold Ullstein zog 1855 nach Berlin und gründete dort eine Papiergroßhandlung. 1871 wurde er als Kommunalpolitiker der liberalen Fortschrittspartei in die Berliner Stadtverordnetenversammlung gewählt. Er bedauerte, dass die Fortschrittspartei in der Reichshauptstadt über keine ihr wohlgesinnten Publikationsorgane verfügte, und ergriff die erste Gelegenheit, eine Zeitung zu erwerben:[1] Am 14. Juli 1877 kaufte er das Neue Berliner Tageblatt, einen erfolglosen Ableger des großbürgerlich-liberalen Berliner Tageblattes von Rudolf Mosse. Zu dessen Autoren gehörten Journalisten wie der Feuilletonist Alfred Kerr und Theodor Wolff. Drei Monate später wandelte er die Tageszeitung in das Abendblatt Deutsche Union um, bevor er sie aufgab und ab 1. Januar 1878 in der Berliner Zeitung aufgehen ließ, die er kurz vorher von ihrem Gründer Peter Langmann übernommen hatte.

Quelle: Wikipedia

Ullstein Buchverlage