Totalitarismus bezeichnet eine Herrschaftsform mit einem uneingeschränkten Verfügungsanspruch der Herrschenden über die Beherrschten, auch im persönlichen Bereich, also über die öffentlich-gesellschaftliche Sphäre der Politik hinaus. Ihr Ziel ist die umfassende Durchsetzung ihres Wertesystems. Als Extremform des Autoritarismus („Diktatur“) strebt der Totalitarismus an, in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Der Totalitarismus zielt darauf ab, ganze Bevölkerungen zur Unterstützung einer offiziellen Ideologie zu mobilisieren, und ist intolerant gegenüber Aktivitäten, die nicht auf die Ziele der Herrscher ausgerichtet sind, was Repressionen oder staatliche Kontrolle nach sich zieht.
Als Beispiele für derzeit totalitäre Staaten gelten China, Nordkorea, Iran, Afghanistan, Turkmenistan und Eritrea – als historische Prototypen insbesondere der Nationalsozialismus und der Stalinismus.[1]
Quelle: WikipediaTotalitarismus
Winter Welt von Ken Follett – Ein Epos zwischen Diktatur, Widerstand und globale Umbrüche
Viktor Remizov: Permafrost
Zwei Fluchten, zwei Stimmen – und dazwischen das Schweigen der Welt