Mit Sprachförderung wird die Gesamtheit der Methoden bezeichnet, Kinder und Jugendliche auf den sprachlichen Entwicklungsstand Gleichaltriger zu bringen, indem man ihnen mit angemessenen Methoden hilft, allgemeine Fortschritte in der Beherrschung einer Sprache zu machen, d. h. im engen Sinne, Fortschritte in der Beherrschung der Landessprache zu machen.

Am häufigsten trifft man den Begriff in der vorschulischen Erziehung an, aber auch in der Pädagogik der Primarstufe des Schulsystems und in den Förderschulen Sprache.[1] Grundsätzlich aber ist Sprachförderung eine Bemühung, die heute von allen Bildungseinrichtungen – und neuerdings auch von Familien – gefordert wird. Sprachförderung ist dann von großer Bedeutung, wenn Kinder im Verlaufe ihrer Entwicklung Defizite im Sprachverständnis oder Ausdruck haben (im Vergleich mit den Gleichaltrigen); sinnvoll ist es dann, dem Kind durch gezielte sprachliche Interaktionen zu helfen, diese Defizite auszugleichen. Dabei ist die Aktivität des Kindes gefragt – zusätzliches passives Konsumieren von Sprache (z. B. vor dem Fernsehgerät) ist ohne (Förder-)Effekt. So zeigt eine Studie aus dem Jahr 2009, dass Kinder unter drei Jahren auch von speziell für Kleinkinder konzipierten Fernsehsendungen oder Videos „zur Förderung der Sprachbildung“ kaum profitieren: Kleinkinder waren nur dann in der Lage, neue Verben zu erlernen, wenn ein Erwachsener sie dabei aktiv unterstützte.[2]

Quelle: Wikipedia

Du schreibst und würdest deine Texte gerne teilen?

cms.lkorv