Rafik Schami (arabisch رفيق شامي, DMG Rafīq Šāmī; * 23. Juni 1946 als Suheil Fadel, سهيل فاضل, DMG Suhail Fāḍil, in Damaskus) ist ein syrisch-deutscher Schriftsteller.[1] Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller der interkulturellen Literatur.

Rafik Schami stammt aus einer christlichen, melkitisch-katholischen[2] Familie und wuchs unter seinem bürgerlichen Namen Suhail Fadil mit mehreren Geschwistern im christlichen Viertel der Altstadt von Damaskus auf.[3] Vor dem Hintergrund seiner Eltern, die aus Maalula nach Damaskus gekommen waren, bezeichnet er sich einerseits als „Aramäer“, andererseits aber auch als „christlichen Araber“.[4] Neben Französisch und Arabisch lernte er in seiner Jugendzeit auch das in Maalula gesprochene Aramäisch sowie Englisch.[5] Er besuchte in Damaskus zwölf Jahre lang die Schule der melkitischen griechisch-katholischen Kirche nahe der Kathedrale Unserer Frau an-Niah in der al-Zaitun-Gasse.[6] Fadels Vater, der sich als Neuankömmling in Damaskus als Bäcker etabliert hatte, wollte, dass sein Sohn katholischer Priester würde, und schickte ihn in ein jesuitisches Kloster-Internat im Norden des Libanons. Dieser hielt es im dortigen Internat jedoch nicht aus und kehrte nach schwerer Krankheit nach Damaskus zurück, wo er Chemie, Mathematik und Physik studierte.[7] Schon mit neunzehn Jahren hatte er sich der Literatur verschrieben, gründete und leitete 1966 in der Altstadt von Damaskus die Wandzeitung Al-Muntalak (dt. ‚Ausgangspunkt‘), die 1969 verboten wurde.

Quelle: Wikipedia

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