Prekariat ist die Bezeichnung der Soziologie für eine Gruppierung, die durch Unsicherheit im Hinblick auf die Art der Erwerbstätigkeit ihrer Mitglieder gekennzeichnet ist. Die Bewertung dieser Unsicherheit als prekär akzentuiert den Aspekt, dass Lebensverhältnisse schwierig sind, bedroht werden oder zum sozialen Abstieg führen können.[1] Mit dem Begriff Prekariat werden Gruppierungen bezeichnet, die aufgrund ihrer Lebensumstände sozial abgestiegen sind bzw. von sozialem Abstieg und von Ausgrenzung bedroht sind, wobei diejenigen Eigenschaften und Tendenzen betont werden, welche die Gruppe als prekär darstellen.[2] Eine einzelne Person des Prekariats wird als Prekarier bezeichnet.

Prekariat ist ein neues Wort, welches eine Mischung aus dem Adjektiv prekär und dem Begriff Proletariat[3] darstellt. Das Adjektiv prekär hat die Bedeutung unsicher, weil widerruflich. Der Begriff Proletariat wurde von Karl Marx geprägt. Er definierte mit diesem Begriff die Angehörigen der Arbeiterklasse. In die deutsche Sprache kam das Adjektiv prekär während der napoleonischen Zeit aus dem französischen Wort précaire, das vom lateinischen precarius (‚durch Bitten erlangt‘) und precari (‚flehentlich bitten‘) abstammt.[4]

Quelle: Wikipedia

Prekarität

Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun prekäre Jobs, Abhängigkeiten, Männer, die Macht ausspielen. Keun zeichnet damit eine weibliche Perspektive auf die Moderne, die nichts mit den großen „Menschheitsfragen“ eines Thomas Mann zu tun hat, sondern mit der alltäglichen Erfahrung, sich durchzuschlagen. Ullstein Taschenbuch
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Die andere Moderne: Irmgard Keun und die Frauenstimmen der 1930er

Wenn von deutscher Moderne die Rede ist, fallen meist dieselben Namen: Brecht, Döblin, Thomas Mann. Die Frauen der Epoche dagegen verschwinden gern zwischen den Fußnoten. Dabei schrieb Irmgard Keun schon Anfang der 1930er Romane, die eine ganze Gesellschaft porträtierten – aus der Perspektive junger Frauen, die weder Heldinnen noch Opfer sein wollten, sondern einfach leben. Keun brachte das Berlin der Zwischenkriegszeit zum Sprechen wie kaum eine andere. Ihr Ton war schnoddrig, lakonisch, von ...

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