Metafiktion (griechisch μετά meta ‚nach‘, ‚danach‘ und lateinisch fictio ‚Gestaltung‘, ‚Erdichtung‘) ist eine Art der Fiktion in der Literatur, bei der ein Werk seinen eigenen fiktionalen Charakter bewusst thematisiert. Metafiktional sind selbstreflexive Aussagen und Elemente vor allem von Erzählungen, die nicht auf Inhaltliches als scheinbare Wirklichkeit zielen, sondern dem Leser oder Rezipienten die Textualität oder Fiktionalität des Werkes im Sinne von „Künstlichkeit“, „Gemachtheit“ oder „Erfundenheit“ und damit verbundene Phänomene bewusst machen.[1]
Der seit Robert E. Scholes (1970) geläufige Terminus der Metafiktion hat weitgehend die älteren und zugleich engeren Begriffe der „self-conscious narration“ und der „Fiktionsironie“ ersetzt. Er wird zumeist auf fiktionales Erzählen beschränkt, gelegentlich jedoch auch im Zusammenhang mit dem Drama (vgl. J. Schlueter 1979) verwendet. Metatextuelle Phänomene in nicht-fiktionalem Erzählen werden teilweise auch als Vorkommen von „Metanarration“ bezeichnet, sofern G. Genettes Begrifflichkeit des „Metanarrativen“ und „Metadiégetischen“ (1972) nicht ausschließlich auf „embedded stories“ bezogen wird.[2]
Quelle: Wikipedia