Max Brod (* 27. Mai 1884 in Prag, Österreich-Ungarn; † 20. Dezember 1968 in Tel Aviv, Israel) war ein deutschsprachiger Schriftsteller, Theater- und Musikkritiker mit österreichischer, tschechoslowakischer und israelischer Staatsbürgerschaft. Sein einst erfolgreiches literarisches Werk ist heute weitgehend unbeachtet. Bedeutungsvoll sind seine Verdienste um den Erhalt der Werke des Schriftstellers Franz Kafka als deren Herausgeber, Bearbeiter und Interpret. Darüber hinaus war Brod Mentor des jungen Friedrich Torberg und Förderer der Komponisten Leoš Janáček und Jaromír Weinberger. Er gilt auch als Entdecker des Dichters Franz Werfel.

Max Brod stammte aus einer alten, gut situierten deutsch-jüdischen Prager Familie.[1] Sein Vater war Bankbeamter, von seiner Mutter ist nur bekannt, dass sie psychische Probleme mit den Kennzeichen einer Depression gehabt haben soll. Vater und Mutter waren begeisterte Opernfreunde und förderten seine Liebe zur Musik und zur Oper.[2] Sein Vater schätzte u. a. Die Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner und sang zuhause Opernarien; die Mutter soll von Giuseppe Verdis La traviata beeindruckt gewesen sein. Max Brod, sein Bruder Otto Brod (* 6. Juli 1888 in Prag, † Oktober 1944 in Auschwitz)[3] und seine Schwester Sophie (* 18. März 1892 in Prag, † 1963)[4] wuchsen in kultiviert-jüdischer bürgerlicher Atmosphäre in Prag auf. Max Brod erhielt früh Klavierunterricht und war in seiner Kindheit und Jugend häufig krank.[5]

Quelle: Wikipedia

Max Brod

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