Herta Müller (* 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien) ist eine rumäniendeutsche Schriftstellerin, die 1987 in die Bundesrepublik Deutschland ausreiste. In ihren Werken thematisiert Müller die Folgen der kommunistischen Diktatur in Rumänien. 2009 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur verliehen.
Müller, deren Familie zur deutschen Minderheit in Rumänien gehörte, wurde 1953 als Banater Schwäbin im Banat geboren, wo sie auch aufwuchs. Ihr Großvater war ein wohlhabender Bauer und Kaufmann und wurde unter dem kommunistischen Regime in Rumänien enteignet. Ihre Mutter wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zu mehrjähriger Zwangsarbeit in ein sowjetisches Lager in die Ukraine deportiert. Ihr Vater, ehemals Soldat der Waffen-SS in der 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“,[1] verdiente seinen Lebensunterhalt als Lkw-Fahrer.[2]
Quelle: Wikipedia