Die Erkenntnistheorie (auch Epistemologie oder Gnoseologie oder Abbildtheorie) ist ein Hauptgebiet der Philosophie, das die Fragen nach den Voraussetzungen für Erkenntnis, dem Zustandekommen von Wissen und anderen Formen von Überzeugungen umfasst. Dabei wird auch untersucht, was Gewissheit und Rechtfertigung ausmacht und welche Art von Zweifel an welcher Art von Überzeugungen objektiv bestehen kann.
Epistemologie (von altgriechisch ἐπιστήμη epistéme „Erkenntnis, Wissen, Wissenschaft“ und -logie) ist eine auf das Griechische zurückgreifende Wortbildung. Einige Sprachen benutzen diesen Ausdruck gleichbedeutend mit Erkenntnistheorie: Es gibt im Englischen etwa theory of knowledge neben epistemology, im Niederländischen kennistheorie neben epistemologie. Eine begriffliche Differenz wurde im 20. Jahrhundert in der französischen Philosophie zwischen Théorie de la connaissance und épistémologie angeboten: Das erstgenannte Wort sollte demnach eher für analytische Auseinandersetzung mit den grundsätzlich bestehenden Möglichkeiten der Erkenntnis stehen, das letztgenannte für eine Erforschung epochaler Wissensformationen, der so genannten Epistemen, und ihres Einflusses auf die Konzeptualisierung der Welt. Die französische Schreibweise Épistémologie wird in der Folge im Deutschen zuweilen benutzt, um die spezielle französische Forschung zu benennen. Diese Unterscheidungen werden aber kaum noch durchgehalten, die Begriffe werden zunehmend äquivalent benutzt.
Quelle: Wikipedia