Mit dem Begriff Demenz ([deˈmɛnʦ]), lateinisch Dementia (‚Wahnsinn, Torheit‘), wird ein Muster von Symptomen unterschiedlicher Erkrankungen bezeichnet, bei denen als Haupt- oder Nebenbefund die Verschlechterung mehrerer geistiger (kognitiver) Fähigkeiten im Vergleich zum früheren Zustand auftritt.[1][2] Die Symptomatik kann durch zahlreiche extra-zerebrale Erkrankungen (sekundär) und durch degenerative Erkrankungen des Gehirns entstehen. Der Begriff leitet sich ab von lateinisch demens ‚unvernünftig‘ (ohne mens, das heißt‚ ohne ‚Verstand‘, ‚Denkkraft’ oder ‚Besonnenheit‘) und kann mit ‚Nachlassen der Verstandeskraft’ übersetzt werden.[3]

Demenz ist keine eigenständige Erkrankung.[4] Der Begriff gilt wegen differentialdiagnostischer Unklarheiten inzwischen als überholt. Diese Unklarheiten beeinträchtigen auch die Verwertbarkeit aller Statistiken und Schätzungen, denen der alten Demenzbegriff zugrunde liegt. Außerhalb der Fachpresse wird Demenz fälschlicherweise synonym mit Morbus Alzheimer verwendet. Letzterer ist nur einer von vielen potenziellen Auslösern dementieller Symptome. In der amerikanischen Klassifikation psychischer Erkrankungen DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) wird der Begriff der Demenz als eigene Krankheitskategorie seit 2013 nicht mehr aufgeführt,[5] sondern nur noch als untergeordnete Symptomatik bei Neurokognitiven Störungen (NCD). Auch in der ICD-11-Klassifikation, die im Jahre 2018 verabschiedet wurde und seit 2022 auch im deutschen Sprachraum die ICD-10 ersetzt, ist Demenz inzwischen der Kategorie Neurokognitive Störungen untergeordnet.[6]

Quelle: Wikipedia

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