Can Xue, chinesisch 残雪 (* 30. Mai 1953 in Changsha als Deng Xiaohua, chinesisch 邓小华, Pinyin Cán Xuě), ist das Pseudonym einer chinesischen Schriftstellerin. Übersetzt hat das Pseudonym eine doppelte Bedeutung: Es kann schmutzigen Schnee, der nicht schmilzt, bezeichnen, aber auch den besonders reinen Schnee auf einem Berggipfel. Can Xue gilt als eine der wichtigsten experimentellen Autorinnen der Welt und wurde von Susan Sontag als aussichtsreichste Kandidatin Chinas für einen Nobelpreis bezeichnet.[1] Sie gilt als die einzige Frau, die sich im Avantgarde-Literaturbetrieb Chinas (zu dem unter anderem Mo Yan, Yu Hua und Su Tong zählen) etablieren konnte.[2]
Can Xue wuchs in Changsha auf und lebte bis zu ihrem Umzug 2001 nach Peking in dieser Stadt. Ihre Eltern wurden vom kommunistischen Regime Chinas in der Zeit des großen Sprungs und abermals während der chinesischen Kulturrevolution zu Zwangsarbeit auf dem Land gezwungen, nachdem ihr Vater als politisch extrem rechts verurteilt worden war. Wegen diesem Hintergrund erhielt Can Xue nur eine schulische Grundausbildung. Angeregt von ihrem Vater beschäftigte sie sich selbstständig mit Lesen, insbesondere mit westlicher und russischer Literatur.[3] In den 1970er Jahren arbeitete Can Xue als ungelernte Kraft in einer medizinischen Station und in einer Fabrik in Changsha. 1978 heiratete sie und bekam 1979 einen Sohn. Ihre Eltern wurden im gleichen Jahr rehabilitiert. 1981 unterrichtete Can Xue vorübergehend Englisch an einer High School. 1982 eröffnete sie gemeinsam mit ihrem Mann eine Schneiderei.
Quelle: Wikipedia