Anne Carson (* 21. Juni 1950 in Toronto) ist eine kanadische Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Klassische Philologin. Ihr Werk setzt sich mit antiker griechischer Literatur und zeitgenössischen Themen auseinander und überschreitet dabei regelmäßig die Grenzen zwischen Lyrik, Prosa, Essay, Übersetzung und wissenschaftlicher Reflexion.[1][2] Sie lehrte unter anderem an der Princeton University, der Emory University, der McGill University und der University of Michigan.[3][4] 2026 wurde ihr der Nobelpreis für Literatur zugesprochen.[5][6][7]
Anne Carsons Ausbildungsweg war nicht geradlinig. Die Faszination durch antike Literatur, die ihre Arbeit dominiert, startete in der High School. Sie lernte die Welt und die Sprache des alten Griechenlands kennen und bekam von ihrem Lateinlehrer Privatunterricht.[8] Sie schrieb sich im St. Michael’s College an der University of Toronto ein, verließ es jedoch zweimal. Carson, verunsichert durch die Zwänge des Lehrplans (insbesondere eine Pflichtveranstaltung über Milton), zog sich für eine kurze Zeit in Richtung Grafikdesign zurück.[8] Sie kehrte schließlich an die Universität Toronto zurück, wo sie 1974 ihren B.A. machte, ein Jahr später ihren M.A. und 1981 ihren Ph.D.[9] Sie studierte außerdem ein Jahr griechische Metrik und griechische Textkritik an der University of St Andrews.[10]
Quelle: Wikipedia