Farouk

Vorlesen
- 3 Seiten -

Wenn Farouk sich um die Pflanzen des Hotels kümmerte, sprach er oft mit den Leuten. Ein Mannn unterhielt sich viel mit ihm. Eines Tages sagte Farouk zu ihm: „Ich bin ein armer Mann, ich möchte gerne das Stück Erde verkaufen, das ich von meinen Eltern geerbt habe. Ich kann dort kein Gemüse anbauen, weil der Boden dort nicht gut ist und nur viele alte Steine rumliegen. Deshalb bringt es mir kein Geld. Möchtest du mein Stück Erde kaufen?“

„Wo ist dein Land, das du verkaufen möchtest?“ fragte der Mann ihn. Und Farouk antwortete: „Es ist in auf der anderen Seite des Nils. Du kennst bestimmt den Karnak-Tempel. Das ist mein Stück Erde und gehört mir.“

Der Mann konnte nicht glauben, was er da gehört hatte und fragte nach: „Der Karnak-Tempel gehört dir? Wie kann das sein?“

„Ja, das ist mein Land. Es hat meinen Eltern gehört und ich habe es von ihnen geerbt. Aber es bringt mir kein Geld. Ich kann dort kein Gemüse pflanzen, denn es stehen dort nur diese Steine vom Tempel. Ich müsste das alles wegräumen, um daraus einen Acker machen zu können. Aber das kostet viel Geld und ich habe keines. Wenn du willst, können wir hingehen und du schaust.“

Der Tourist war sehr aufgeregt, als er das hörte und so vereinbarten sie, dass sie am nächsten Tag zum Karnak-Tempel fahren wollten. Farouk aber ging am gleichen Tag noch zu zwei Freunden und sagte zu ihnen. „Zieht morgen eure guten Sachen an und kommt zum Karnak-Tempel. Wenn ihr mich dort seht, kommt zu mir und sagt, dass ihr dort für mich immer mal vorbeischaut und alles in Ordnung sei.“ Und seine Freunde sagten, dass sie kommen würden.

Am nächsten Tag nahmen Farouk und der Mann ein Boot, um nach Luxor-Stadt zu gelangen und gingen nach Karnak. Seine Freunde waren schon da, kamen gleich zu ihnen und sagten: „Farouk, wir passen immer gut auf dein Stück Erde auf. Es ist alles in Ordnung.“

Nun war der Mann aus Europa überzeugt, dass der Karnak-Tempel Farouks Land war. Und so sagte er: „Faroouk, ich möchte dein Land kaufen. Wie viel soll es kosten?“

„Es gibt ein paar andere Leute, die mir 1,5 Millionen Dollar dafür geboten haben“, antwortete dieser. „Ich mag diese Leute aber nicht. Weil du mein Freund bist, gebe ich dir das Land für 1 Million Dollar, wenn du es kaufen möchtest.“

Gefällt mir
3
 

Weitere Freie Texte

Freie Texte

Geschichte: Dilara Sophie Schömer

Eilig rannte ich durch das hohe Gras. Es war schon Nachmittag, bald würde die Sonne untergehen. Doch jetzt strahlte diese noch hell genug, dass ich die Landschaft unter mir sah und nicht hinfiel. Als ich jedoch das Feld hinter mir gelassen hatte und in den dichten Wald rannte, wurde es schlagartig dunkel und man sah nur wenig vom Boden, woraufhin ich auf jeden meiner schnellen Schritte achtete, nicht auszurutschen. Doch das war ziemlich schwer, denn gleichzeitig schaute ich regelmäßig nach ...
Freie Texte

Lächelndes Mädchen: Pia Reichstein

Das Lächelnde Mädchen siehst du in mir, Aber wenn ich ihn den Spiegel schaue sehe ich nur die Fehler an mir. Die unproportionale Nase,der Körper der nicht richtig ins Bild passen will ,die Daumen die ich täglich verstecke. Das alles was du nicht siehst, weil du siehst nur das lächelnde Mädchen in mir. Das das glücklich und zufrieden ist. Das das selbstbewusst wirkt. Aber das das bin nicht. v Den hinter dieser Maske da ist ein zerbrechliches, verletztes Mädchen was sich Abends in den Schlaf weint ...
Freie Texte

Jana Mühlbach: „Für immer Jetzt“ – ein Song in Erinnerung an Richard

Intro Ich sitze hier, schreibe und weine, weil ich dich spür. Unsre Zeit war so kurz, ein kurzer Augenblick - der für immer bleibt. 1. Ich wünsche mir, ich könnte noch einmal deine Lippen spüren, deinen warmen, weichen Duft riechen, deine Haare spür ́n in meinem Gesicht. So gerne würde ich noch einmal deine Stimme hören, so warm, so tröstend - in ihrem Klang fühlte ich mich zu Hause, so wohlig, so vertraut. Refrain Wir leuchteten zu zweit, ein helles Licht - in der Dunkelheit. Ein kurzer ...
Nano Banana by Lesering
Freie Texte

Gabriele Ludwig: Der Weihnachtsmannassistent

„Eine schöne Adventszeit“, buchstabierte Emma. Sie hielt die Karte in der einen Hand und in der anderen eine Schachtel, die mit Sternen bedruckt war. „Das lag vor unserer Wohnungstür“, sagte sie und zeigte ihrem Bruder beides. Tom war froh, seine Hausaufgaben unterbrechen zu können. Emma war immer viel schneller damit fertig als er und lesen konnte sie mit ihren sieben Jahren auch ziemlich gut. „Gib mal her“, sagte Tom. Er besah sich die Karte. Es war kein Absender zu sehen, aber eine ...

Aktuelles