Die Tuberkulose (kurz Tb oder Tbc; so benannt wegen des charakteristischen histopathologischen Bildes, von lateinisch Tuberculosis, von lateinisch tuberculum‚ kleine Geschwulst) ist eine weltweit durch Bakterien verbreitete Infektionskrankheit. Die früher auch als Schwindsucht oder in Österreich als Lunglbrand bezeichnete Erkrankung wird durch verschiedene Mykobakterien verursacht. Mit über einer Million Toten jährlich ist sie die tödlichste Infektionskrankheit weltweit. Beim Menschen ist die Lungentuberkulose die häufigste Form. Bei Immundefekten zeigt sich vermehrt auch ein Befall außerhalb der Lunge.
Mit einer jährlichen Tuberkuloseinzidenz von rund 10 Millionen Fällen steht diese Krankheit an der Spitze der globalen Sterblichkeitsstatistik für Infektionskrankheiten. Nach dem Global tuberculosis report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben 2015 etwa 1,4 Millionen und 2023 1,1 Millionen Menschen an Tuberkulose. Dazu kamen jeweils noch 400.000 bzw. 161.000 Todesfälle von zusätzlich[1][2] HIV-Infizierten.[2][3] Die rückläufige Tendenz wurde durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen. Tuberkulose wird (zumindest heutzutage in Deutschland) am häufigsten durch Mycobacterium tuberculosis verursacht, seltener – in absteigender Folge – durch Mycobacterium bovis, Mycobacterium africanum oder Mycobacterium microti.
Quelle: Wikipedia