Tauben im Gras ist der Titel eines Romans von Wolfgang Koeppen aus dem Jahr 1951 und das erste Werk der sogenannten Trilogie des Scheiterns. In 105 episodenhaften Sequenzen wird vom Leben von über 30 Haupt- und Episodenfiguren in einer bayrischen Großstadt unter amerikanischer Besatzung während der Nachkriegszeit, geprägt von ihren gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen, erzählt. Tauben im Gras gilt wegen des an Mustern der Montagetechnik und des inneren Monologs moderner Romane orientierten Aufbaus als bedeutendes literarisches Werk. 2023 entzündete sich ein Diskurs über die Verwendung rassistischer Begriffe für schwarze Personen.
Verschiedene zeitlich parallel laufende Handlungen spielen an einem Tag um das Jahr 1950 herum in einer bayerischen Großstadt, vermutlich München. Die Spuren des Zweiten Weltkriegs sind noch im Stadtbild präsent, aber das Leben der durch die Kriegserlebnisse geprägten Menschen beginnt sich allmählich zu beruhigen und die Lebensverhältnisse verbessern sich gegenüber den ersten Nachkriegsjahren. Luxusgüter bekommen die nicht vermögenden Deutschen allerdings oft nur durch Beziehungen zu Amerikanern. Die dabei entstehenden Affären und Freundschaften deutscher Frauen mit schwarzen Besatzungssoldaten werden von Teilen der Bevölkerung mit rassistischen Vorurteilen bewertet.
Quelle: Wikipedia