Ein Tatsachenroman (auch Reportageroman) ist ein Roman, der „ein historisches Geschehen ganz oder teilweise mit fiktionalen Mitteln darstellt“.[1] Dabei greift der Tatsachenroman „auf geschickte[s] Arrangement verbürgter Details“ zurück, die in eine fiktionale Handlung eingegliedert werden.[2]
Dem Tatsachenroman liegt der Anspruch zugrunde, ohne fiktionale Ausschmückung „eine ästhetisch befriedigende Erzählung“ zu verfassen.[1] Dies hat zur Folge, dass einerseits keiner der beschriebenen Inhalte unbelegt ist, andererseits aber die verwendeten Informationsquellen meist ausgeblendet werden. Die Leserschaft wird daher oft mit dem Versprechen größtmöglicher Faktentreue konfrontiert, ohne diese mit geringem Aufwand nachprüfen zu können.[1] Dennoch entsteht die Illusion eines wahren Berichts, der von literarischen Strömungen innerhalb einer Epoche oder eines geografischen Raumes unabhängig ist.[3]
Quelle: Wikipedia