Ein Sozialstaat ist ein Staat, der in seinem Handeln als Staatsziele soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit anstrebt, um die Teilhabe aller an den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu gewährleisten. Bezeichnend ist auch die konkrete Gesamtheit staatlicher Einrichtungen, Steuerungsmaßnahmen und Normen, um das Ziel zu erreichen, Lebensrisiken und soziale Folgewirkungen abzufedern. Der Staat verpflichtet sich, in Gesetzgebung und Verwaltung für einen sozialen Ausgleich der Gesellschaft zu sorgen.[1]
Der Sozialstaat stabilisiert in Krisenzeiten die Konjunktur, da Sozialausgaben antizyklisch relativ zum Bruttoinlandsprodukt steigen. Transferleistungen stützen den privaten Konsum und wirken dem Abschwung entgegen. Der Sozialstaat erfüllt somit gesamtwirtschaftlich auch die Funktion eines Automatischen Stabilisators.[2]
Quelle: WikipediaSozialstaat