Schweigen ist eine Form der nonverbalen Kommunikation, bei der nicht gesprochen wird und bei der auch keine Laute erzeugt werden. Im Allgemeinen können trotz des Schweigens vom Individuum als ein Sender bestimmte Informationen mitgeteilt und Bedeutungen gezeigt werden.[1] Eine besondere Verbreitung hat das Schweigen in den Religionen und Rechtssystemen sowie in der Spiritualität.

Schweigen als ein bewusster kommunikativer Akt setzt die Fähigkeit zum Sprechen voraus. Insofern hat das Schweigen einer taubstummen Person eine differenzierte Relevanz, da eine Kommunikation über die Gebärdensprache möglich ist. Abzugrenzen ist weiterhin ein Schweigen aus psychopathologischen Gründen, wegen einer Sprachstörung oder eines Mutismus. Mit dem Phänomen des Schweigens verwandt, aber auch abgrenzbar sind[1]

Quelle: Wikipedia

Schweigen

Han Kang Han Kang Die Vegetarierin Aufbau Verlag
Kolumne

Han Kang und die Ästhetik des Schweigens – warum Die Vegetarierin uns so nah ist

Yeong-hye sagt einfach Nein. Kein Protestbanner, kein Aufstand, kein Manifest – sie hört auf, Fleisch zu essen. In einer Gesellschaft, in der Harmonie wichtiger ist als Selbstbestimmung, wirkt dieses Nein wie ein Sprengsatz. Han Kangs Roman Die Vegetarierin (2007, auf Deutsch 2016) entfaltet aus dieser unscheinbaren Geste ein Drama, das Ehe, Familie und Ordnung ins Wanken bringt. Und während man liest, ahnt man: Es geht gar nicht nur um Fleisch. Es geht darum, wie viel Freiheit ein Körper haben ...
Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie Gans Verlag
Buchvorstellung

Agnieszka Lessmann: Aga – Kindheitsfragmente zwischen Schweigen und Fantasie

Die Hauptfigur von Agnieszka Lessmanns Roman heißt nicht einfach Aga. In Polen war sie Agnieszka, in Israel Ilana, in Deutschland nun Aga. Schon in dieser Verschiebung liegt ein Programm: Identität ist nichts Festes, sondern etwas, das neu benannt, überklebt, manchmal auch ausgelöscht wird. „Noch nicht einmal die Namen sind mit den Personen verbunden“, heißt es einmal lapidar. Für ein Kind, das die Kontinente wechselt, ist der eigene Name nicht Herkunftsversprechen, sondern eine Art wandernder ...
Annegret Liepolds Unter Grund Annegret Liepolds Unter Grund Unter Grund, das eindrucksvolle Debüt von Annegret Liepold – eine Geschichte über Schweigen, Schuld und das langsame Begreifen. Karl Blessing Verlag
Buchvorstellung

Annegret Liepolds Unter Grund bei ttt – titel, thesen, temperamente

Am 25. Mai 2025 rückt ttt – titel thesen temperamente ein literarisches Debüt ins Rampenlicht, das sich dem Unsagbaren stellt: Unter Grund von Annegret Liepold. Ein Roman, der sich nicht für das Spektakel interessiert, sondern für die Lücken dazwischen – für das Schweigen, die verwaschenen Erinnerungen, die Risse in den Beziehungen. Und für eine junge Frau, die zu spät aufbricht, um noch rechtzeitig anzukommen.

Du schreibst und würdest deine Texte gerne teilen?

cms.lkorv