Realismus (nach lateinisch realis ‚wirklich‘) ist ein Begriff, mit dem das Verhältnis des Menschen zur Wirklichkeit ausgedrückt wird. Handelt es sich um ein enges Verhältnis, nennt man einen solchen Menschen Realist. Als Synonym kennt der „Duden“ den Begriff „Wirklichkeitssinn“.[1]
Im alltäglichen, umgangssprachlichen Sinn spricht man von Realismus im Unterschied zum Idealismus: Der Realismus ist eine Lebensauffassung, die „die Dinge und Menschen so nimmt, wie sie sind, statt […] in ihnen nur mehr oder weniger unvollkommene Erscheinungsformen eines Ideals zu sehen“.[2] Indem der Realismus das Seiende und das Sein-Sollende unterscheidet, kann er das Unvollkommene erkennen und Wege akzeptieren oder suchen, sich damit zurechtzufinden.
Quelle: WikipediaRealismus
Kolumne
Leo Tolstois „Anna Karenina“ neu gelesen: Eine Kolumne über Tauwetter, Arbeit und Erneuerung – warum Lewins Feldarbeit im März mehr sagt als Annas Tragödie.
Buchvorstellung
Die Überforderung der Welt – Anton Tschechows „Grischa"
Anton Tschechows „Grischa": Präzise Untersuchung über kindliche Wahrnehmung, soziale Ordnung und das strukturelle Missverstehen zwischen Kind und Erwachsenenwelt.
Buchvorstellung
Die Verwaltung des Wahnsinns – Anton Tschechows „Krankensaal Nr. 6
Anton Tschechows „Krankensaal Nr. 6“: Handlung, Figuren und Machtstrukturen. Eine literaturkritische Untersuchung über Institution, Wahnsinn und den Sturz des Beobachters.
Buchvorstellung
Die Kunst der Fläche – Warum Tschechows „Die Steppe“ unserer Gegenwart das Dramatische entzieht
Anton Tschechows „Die Steppe“ (1888): Wahrnehmung statt Handlung, Landschaft als Denkraum, soziale Strukturen im Vorübergehen und ein Bogen in die Gegenwart der Zuspitzung.
Buchrezension
„Hund Wolf Schakal“ von Behzad Karim Khani – Ein kraftvoller und schonungsloser Roman über Gewalt und Identität
Behzad Karim Khanis „Hund Wolf Schakal“ ist ein Roman, der mit seiner rauen, eindringlichen Sprache und seiner ungeschönten Darstellung einer zerrissenen Welt sowohl beeindruckt als auch herausfordert. Im Zentrum steht die Geschichte eines Migranten, die Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Gewalt miteinander verwebt. Der Autor, selbst mit einem Migrationshintergrund aus dem Iran, verleiht seinem Werk eine authentische Stimme, die gleichermaßen provoziert und tief ...
Buchvorstellung
Transit von Anna Seghers
„Alles war auf der Flucht, alles war nur vorübergehend, aber wir wußten noch nicht ob dieser Zustand bis morgen dauern würde oder noch ein paar Wochen oder unser ganzes Leben.“ (Anna Seghers, Transit)