Plattformkapitalismus (auch Plattformökonomie) ist ein sozialwissenschaftlicher Begriff, der einen neuen Typus des Kapitalismus kennzeichnet, in dem Plattform-Unternehmen dominante Wirtschaftsakteure sind. Zu diesen Plattformen werden Google, Facebook, Amazon, Uber oder Airbnb gerechnet.[1] Mit dem Akronym GAFA (auch GAFAM) werden die Tech-Giganten Google, Apple, Facebook, Amazon (und Microsoft) zusammengefasst. Die drei dominierenden chinesischen Plattformen Baidu, Alibaba und Tencent sind entsprechend als BAT bezeichnet worden.[2] Der Plattformkapitalismus bezeichnet eine neue Wirtschaftsordnung, in der Plattformen als Mittelsmänner („Intermediäre“) Angebot und Nachfrage am Markt zusammenführen. Sie kontrollieren den Zugang zu Gütern und die Prozesse des jeweiligen Geschäftsmodells. Die erste theoretische Beschreibung hatte Nick Srnicek mit Platform Capitalism 2016 vorgelegt.

Die Begriffe Digitaler Kapitalismus oder Digitale Ökonomie werden meist synonym zu Plattformkapitalismus bzw. Plattformökonomie verwendet; sie fokussieren jedoch nicht nur die intermediären Plattformen als Träger dieser Wirtschaftsform, sondern auch die digitalen Güter, die auf diesen Plattformen gehandelt werden, und die entsprechenden Transaktionsformen (z. B. Kryptowährungen, Versteigerungen). Der Begriff der Plattformökonomie schließt hingegen nicht aus, dass überwiegend materielle Güter oder nicht-digitale Dienstleistungen auf Plattformen gehandelt werden. Solche nicht-digitalen Plattformen (z. B. Warenbörsen, Auktionshäuser, öffentliche Ausschreibungen) mit einer allerdings durch die damals verfügbaren Kommunikationsmedien begrenzten Reichweite gab es bereits vor dem Zeitalter des Internet. Erst dieses ermöglichte es jedoch, tendenziell globale Märkte auch für sehr spezielle Güter zu organisieren.

Quelle: Wikipedia

Du schreibst und würdest deine Texte gerne teilen?

cms.lkorv