Die Odyssee (altgriechisch ἡ Ὀδύσσεια hē Odýsseia) ist neben der Ilias das zweite traditionell dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos. Beide gehören zu den ältesten schriftlich fixierten und einflussreichsten Dichtungen der abendländischen Literatur. Im 8. oder 7. Jahrhundert v. Chr. wahrscheinlich in Ionien entstanden, gehörte die Odyssee spätestens seit Mitte des 6. vorchristlichen Jahrhunderts zum klassischen Bildungskanon der griechischen Antike, später auch der römischen Kultur. Sie hat sämtliche Gattungen der altgriechischen Dichtkunst, also Epos, Lyrik und Drama, grundlegend geprägt[1] und gehört bis heute zu den meistadaptierten Narrativen nicht nur der Literaturgeschichte, sondern auch des Theaters, der Oper oder des Films.

Wie die Ilias gliedert sich auch die Odyssee in 24 Gesänge. Sie schildern die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka nach dem Ende des zehnjährigen Trojanischen Kriegs. Nach Seefahrten, die mit Unterbrechungen weitere zehn Jahre dauern und auf denen er alle seine Gefährten verliert, kehrt er schließlich in seine Heimat zurück. Aufgrund dieses zentralen Teils des Epos ist der Begriff „Odyssee“ in vielen Sprachen zum Synonym für lange Irrfahrten geworden. Eingerahmt wird der Hauptteil von zwei weiteren Handlungssträngen. Darin geht es zum einen um die Suche von Odysseus’ Sohn Telemachos nach seinem Vater, zum anderen um die schließliche Heimkehr des Helden und seine Rache an den Freiern, die in seiner Abwesenheit seine Frau Penelope bedrängt und seinen Besitz verprasst haben.

Quelle: Wikipedia

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