Das Literaturforum im Brecht-Haus ist ein Literaturhaus in Berlin-Mitte. Es diskutiert die gesellschaftliche Funktion von Kunst und Kultur sowie zeitgenössischer Literatur im Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart und bietet in der Auseinandersetzung mit anderen Künsten ein Forum. Im ehemaligen Wohnhaus von Bertolt Brecht und Helene Weigel in der Chausseestraße 125 bildet das Literaturforum im Brecht-Haus zusammen mit dem „Brecht-Weigel-Museum“ und „Bertolt-Brecht-Archiv“ der Akademie der Künste ein kulturelles Ensemble am historischen Ort.
Schwerpunkte der Veranstaltungen des Literaturforums im Brecht-Haus sind ein kritischer Austausch über Gesellschaft, Kunst und Politik, aktuelle wissenschaftliche Arbeiten, zeitgenössische Autoren und ihr Werk. Es gibt Programmreihen und -schwerpunkte. Von 1998 bis 2016 lud Richard Pietraß in der Reihe „Dichterleben“ Dichter zum kollegialen Dialog ein. In der Reihe „Lebenszeugnisse“ (seit 1994) richtet der Historiker Wolfgang Benz im Gespräch mit Historikern und Zeitzeugen, darunter viele Überlebende des Holocaust, den Blick auf Zeitgeschichte im Spiegel individueller Erfahrung. Annett Gröschner diskutiert in der Programmreihe „Erzählte Zeit“ (seit 2008) mit wechselnden Gästen Formen und Ansätze biografischen Schreibens. Frauke Meyer-Gosau und Jörg Magenau laden alle zwei Monate einen prominenten Gast zum „Literarischen Trio“ (seit 2011) ein, um über Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zu sprechen.
Quelle: Wikipedia