LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum übernommene Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (lesbisch, schwul, bisexuell und transgeschlechtlich). Mittlerweile hat sich LGBT als Kurzform für viele Geschlechter, Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen durchgesetzt, die von zweigeschlechtlichen oder heterosexuellen Normen abweichen. Alle Untergruppen fordern Freiheiten in Bezug auf die gesellschaftlich geprägte binäre Geschlechterordnung und die damit verbundene soziale Norm der Hetero- und Cisnormativität.
Zunächst kam im Englischen LGB auf als Zusammenschluss von Personen mit den entsprechenden sexuellen Orientierungen im Kampf gegen Diskriminierungen (vergleiche Heterosexismus). Dieser Sammelbewegung schlossen sich bald Gruppen von Transgeschlechtliche Personen an, die sich nicht mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizierten (vergleiche Cisgeschlechtlichkeit). Die Kategorie „Transgeschlechtlichkeit“ bezieht sich nicht auf die sexuelle Orientierung der Betroffenen, sondern auf ihre Geschlechtsidentität. Die Nähe zu den drei erstgenannten Gruppen ergibt sich historisch aus den Diskussionen um dritte Geschlechter und der sozial wirkenden Hetero- und Cisnormativität. Erst in den 1990er Jahren erlangten schwule, lesbische, bisexuelle und transgeschlechtliche Menschen innerhalb der Bewegung die gleiche Anerkennung. Unter anderem setzten sich die bisexuelle Aktivistin Maggie Rubenstein und die trans Aktivistin Susan Stryker dafür ein, bisexuelle und transgeschlechtliche Identitäten ausdrücklich zu berücksichtigen.[1] Dies veranlasste einige Organisationen dazu, neue Namen anzunehmen, wie es die GLBT Historical Society als US-Archiv der LGBTQ-Geschichte im Jahr 1999 tat.[2] Obwohl es in der LGBT-Community zahlreiche Kontroversen hinsichtlich der allgemeinen Akzeptanz verschiedener Mitgliedergruppen gab (insbesondere bisexuelle und transgeschlechtliche Personen wurden von der größeren LGBT-Community bisweilen an den Rand gedrängt), ist der Begriff LGBT innerhalb der Community zu einem positiven Symbol für Inklusion geworden.[3][4]
Quelle: Wikipedia