Hundejahre ist ein Roman von Günter Grass, der 1963 erschien. Es handelt sich um den dritten Band der „Danziger Trilogie“, die außerdem die Romane Die Blechtrommel (1960) und Katz und Maus (1961) umfasst. Grass’ Thema in diesem Werk ist die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts, die er mit burlesken Zügen erzählt. So wird der Fokus beispielsweise nicht auf Hitler, sondern auf Hitlers Hund gerichtet. Mit der Aufzählung des Hundestammbaums persifliert Grass die NS-Rassenpolitik. Facettenreich schildert Grass Wandlungen der Protagonisten – analog zu der sich wandelnden historischen Situation, vom Ersten Weltkrieg über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit mit dem beginnenden Wirtschaftswunder.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der beiden Hauptfiguren Eduard Amsel und Walter Matern auf Grund der politischen Verhältnisse in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere im Nationalsozialismus. Ihr Werdegang wird aus der Perspektive von drei verschiedenen Personen in drei Büchern erzählt. Den Rahmen bildet ein Auftrag des Unternehmers Brauxel, Brauksel oder Brauchsel, je nach Laune, dessen Identität mit einem der Protagonisten anfangs bereits angedeutet und zum Schluss enthüllt wird.[1]
Quelle: Wikipedia