Holzfällen. Eine Erregung ist ein 1984 erschienener Roman von Thomas Bernhard. Der Ich-Erzähler kommentiert, auf einem Ohrensessel sitzend, eine Wiener Abendgesellschaft, zu der er eingeladen wurde. Das Buch erzeugte nach seiner Veröffentlichung erhebliches publizistisches und juristisches Echo und gehört zu Marcel Reich-Ranickis Kanon der deutschen Literatur. Holzfällen ist neben Heldenplatz eines der meistdiskutierten Werke des Autors.
Das Ehepaar Auersberger veranstaltet ein „künstlerisches Abendessen“ und lädt dazu Freunde und Bekannte, darunter einen Burgschauspieler, ein. Die Gesellschaft unterhält sich gut, allein der Ich-Erzähler langweilt sich. Der Burgschauspieler lässt auf sich warten, und die Gesellschaft wird zunehmend betrunkener. Der Erzähler reflektiert auf dem Ohrensessel in einem Monolog seine ihm immer nichtiger erscheinenden Beweggründe, überhaupt der Einladung des Ehepaars Auersberger gefolgt zu sein, und merkt, dass er für die Personen dieser Gesellschaft, von denen er die meisten über Jahre hinweg nicht mehr gesehen hat, nichts als Abscheu empfindet. Die Langeweile wandelt sich mit zunehmender Stunde zu immer exzessiverer innerer Erregung, die schließlich zum abrupten Aufbruch führt.
Quelle: Wikipedia