Die Frühromantik (auch Jenaer Frühromantik) ist eine kulturhistorische Strömung der Moderne und Zeitabschnitt der Romantik.[1] Sie begann 1796 mit der Übersiedlung August Wilhelm Schlegels und Caroline Schlegels nach Jena und endete 1803 mit dem Fortgang Caroline Schlegels und Friedrich Wilhelm Joseph Schellings. Die Frühromantik gilt als Keimzelle der deutschen Romantik und hatte erhebliche Auswirkungen auf die Kunst und Kultur der Moderne. Ausgehend und beeinflusst von Jena gelten Berlin mit seinen literarischen Salons und Dresden als weitere frühromantische Zentren.[2]

Als kulturhistorische Strömung der Moderne ist der Beginn der Frühromantik nicht auf einen genauen Zeitpunkt festzulegen.[2] Prägende Impulse erfährt die Frühromantik unter anderem durch die Philosophie der Aufklärung, die Literatur der Empfindsamkeit, die Schriften Immanuel Kants, die Literatur des Sturm und Drang, durch Johann Gottlieb Fichtes idealistische Philosophie und Friedrich Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen. Einen entscheidenden Einfluss haben auch die Werke Johann Wolfgang von Goethes, insbesondere dessen Werther, Gelegenheitsgedichte und Wilhelm Meisters Lehrjahre. Außerdem haben die politischen Umbrüche im Zuge der Französischen Revolution und die damit verbundenen Freiheits-Diskurse erheblichen Anteil an der Gedankenwelt der Frühromantiker, die sich Mitte der 1790er Jahre insbesondere in Jena zu formieren beginnen.[2]

Quelle: Wikipedia

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