Friedrich Wolf (geboren 23. Dezember 1888 in Neuwied; gestorben 5. Oktober 1953 in Lehnitz) war ein deutscher „Arzt für Homöopathie und Naturheilkunde“,[1] Schriftsteller und Dramatiker. Bekannt wurde er unter anderem durch seine seit 1929 öffentliche Ablehnung des Abtreibungsparagrafen 218. Zwei seiner Söhne waren Markus Wolf, Chef der Außenspionage der DDR, und der Regisseur Konrad Wolf.
Friedrich Wolf kam als Sohn des jüdischen Kaufmanns Max Wolf (1860–1919)[2] und dessen Ehefrau Ida, geborene Meyer (1866–1919) zur Welt.[3][4] 1895 bis 1899 besuchte er die Israelitische Elementarschule, anschließend das Evangelische Gymnasium von Neuwied. Von 1907 bis 1912 studierte er Medizin, Philosophie und Kunstgeschichte in Heidelberg, München, Tübingen, Bonn und Berlin. In Tübingen gründete er eine Ortsgruppe des Alt-Wandervogels, und als Wandervogel nahm er auch am Ersten Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner teil. 1912 legte er das medizinische Staatsexamen in Bonn ab und wurde im Folgejahr nach erfolgreicher Verteidigung seiner Arbeit Die multiple Sklerose im Kindesalter promoviert.[5] Nach Praktika in Meißen, Bonn und Dresden fuhr Wolf 1914 als Schiffsarzt auf der Route Kanada–Grönland–USA.
Quelle: Wikipedia