Das Treibhaus ist ein Roman von Wolfgang Koeppen aus dem Jahr 1953 und das zweite Werk der sogenannten Trilogie des Scheiterns. Der Roman spielt in der Zeit des Kalten Krieges und der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik weitgehend in der Bundeshauptstadt Bonn.
Die Hauptfigur ist der Mittvierziger Felix Keetenheuve, Journalist in der Weimarer Republik, während der Zeit des Nationalsozialismus vorwiegend in England im Exil und dort für Rundfunksendungen Richtung Deutschland eingesetzt. Nach 1945 kehrt er nach Deutschland zurück und wird Bundestagsabgeordneter für die SPD. Zu Beginn des Romans reist Keetenheuve mit dem Zug nach Bonn, wo im Parlament die entscheidenden Abstimmungen zur Westintegration der jungen Republik stattfinden sollen. Er hat gerade seine junge Frau Elke beerdigt. Deren Eltern hatten sich bei Kriegsende umgebracht, weil der Vater Gauleiter der NSDAP war. Keetenheuve hatte Elke zugunsten der Politik vernachlässigt. Deswegen war sie dem Alkohol verfallen, wie er sich nun vorwirft.
Quelle: Wikipedia