Brigitte Döbert (geboren 1959 in Offenbach), mit vollem Namen Brigitte Bertha Döbert, ist eine deutsche Künstlerin, Autorin und Übersetzerin von Sachbüchern, literarischen Werken und Comics aus dem Bosnischen, Englischen, Kroatischen und Serbischen.
Brigitte Döbert legte 1978 das Abitur ab und studierte anschließend in Mainz Philosophie, Afrikanistik und Germanistik sowie Buchwesen. 1986 schloss sie das Studium mit einer Arbeit über die Ästhetik von Georg Lukács ab. Im Folgejahr erhielt sie Austauschstipendien der Universitäten Mainz und Zagreb. Von 1988 bis 1989 war sie mit einem DAAD-Stipendium für ein Studienjahr in Belgrad. 1990 und 1991 arbeitete sie mit Unterstützung durch die Landesgraduiertenförderung an ihrer Dissertation über die Rolle der Ästhetik in Fichtes Wissenschaftslehre. Sie promovierte 1992 mit der Schrift Spur des Unbedingten. Fichtes Konzeption der Sinnlichkeit in der Spannung zwischen Ästhetik und aisthesis.[1] 1992 bis 1995 war sie als Angestellte für die Verlage Vieweg und Kiefel tätig, seither ist sie freiberuflich tätig.[2] Als Künstlerin ist sie vor allem in den Bereichen Künstlerbuch und Installation tätig und sie erschafft künstlerische Objekte. Sie stellte bisher vorwiegend in Galerien in Köln und Berlin aus.[3] Ihre Übersetzung des bis dato als unübersetzbar geltenden Romans Die Tutoren von Bora Ćosić wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie: Übersetzung.[4][5] Zudem ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ. Für letzteren koordiniert sie, zusammen mit Claudia Hamm und Sonja Finck, die bundesweiten VdÜ-Veranstaltungen zum Internationalen Übersetzertag.[6]
Quelle: Wikipedia