Die Arbeitskultur ist eine Form der Kultur innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation, die die lebensweltlichen Aspekte der Beschäftigten in Relation zur Erwerbsarbeit beschreibt. Dazu gehören einerseits die Aneignungspraktiken betrieblicher Vorgaben und andererseits die erwartete und subjektive Haltung der Mitarbeiter zu den gestellten Aufgaben. Über das interne Verhältnis von Arbeit und Organisation unterliegt die Arbeitskultur politischem und strukturellem Wandel. Zur Etablierung des Begriffs der Arbeitskultur haben Konzepte der Globalisierung, Digitalisierung und Flexibilisierung beigetragen.
Eine knappe und präzise Definition der Arbeitskultur bietet Werner Widuckel. Er beschreibt die beiden der Arbeitskultur immanenten Begriffe der Arbeit und des Arbeitshandelns als Werte und Normen, die sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Tätigkeit prägen und sozialen Beziehungen unterliegen.[1] Arbeitskultur im engeren Sinne beschreibt die organisationsinternen Regeln des Arbeitens aus der Perspektive der Beschäftigten selbst.[2] Darüber hinaus betrachten Arbeitskultursoziologen die Erwerbsarbeit in einem soziokulturellen Kontext und unter Berücksichtigung gesellschaftlichen Wandels. Der Begriff der Arbeitskultur zielt im Besonderen auf das Verhältnis zwischen den organisationalen Strukturen und den Einstellungen, Erwartungen und den Erlebnisweisen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und kann im Allgemeinen als das Zusammenspiel von Organisationsbedingungen, privatem Lebenshintergrund der Erwerbstätigen und den gesellschaftlichen und politischen Strukturen verstanden werden.[3]
Quelle: WikipediaArbeitskultur