Arbeiterliteratur (auch: Arbeiterdichtung bzw. Soziale Dichtung[1]) ist ein Sammelbegriff für literarische Texte, die von Arbeitern oder für Arbeiter geschrieben wurden beziehungsweise sich mit deren Lebensbedingungen auseinandersetzen.[2]

Mit dem Aufkommen der Sozialen Frage im 19. Jahrhundert begannen Schriftsteller, die großteils selbst aus dem Bürgertum stammten, in ihren Texten das Arbeitermilieu zu beschreiben und zur sozialen Gerechtigkeit aufzurufen.[2] Zu den Vertretern dieser Strömung zählen unter anderem die Lyriker Heinrich Heine, Georg Herwegh, Ferdinand Freiligrath und Hermann Claudius. Die Thematik wurde von Dichtern des Naturalismus (Gerhart Hauptmann, Émile Zola, Maxim Gorki) und Expressionismus (Ernst Toller, Cläre Jung, Erich Mühsam) aufgenommen.[3] Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung und mit dem Aufkommen der Arbeiterbewegung begannen Vertreter des Arbeitermilieus selbst, Stoffe und Themen aus ihrer Lebenswelt literarisch zu verarbeiten. Diese Form der Arbeiterdichtung erlebte ihren Höhepunkt um den Ersten Weltkrieg mit dem Nyland-Kreis.[3]

Quelle: Wikipedia

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