In der Alltagsgeschichte geht es um die Frage, wie Menschen im Alltag lebten und ihr Leben und die Geschichte erlebten. Es geht um das sich Wiederholende in der „Lebenswelt“ (Alfred Schütz) und die subjektiven Erfahrungen und Wahrnehmungen sowie die längerfristigen Mentalitäten der Menschen.

Der deutsche bzw. deutschsprachige Zweig der Alltagsgeschichte, der sich inzwischen auch die Geschichtswissenschaft zugewandt hat,[1] entstand um die Mitte der 1980er Jahre. Eine Quelle war die schwedische Bewegung einer Geschichte von unten in der basisdemokratischen „Grabe, wo du stehst“-Bewegung, die der Publizist Sven Lindqvist 1978 vorantrieb. Die bisherige Interpretation der Arbeitergeschichte und Arbeitswelt auch durch linksstehende Historiker war sehr abstrakt und theorielastig, teilweise auch reduziert auf die Geschichte der Arbeiterbewegung, ohne Interesse an der Kulturgeschichte der Arbeiter und ihrer Bewegung. Dazu kam die Tendenz zur Selbstorganisation, zu Bürgerinitiativen (und Basis-Bewegungen) in Geschichtswerkstätten.

Quelle: Wikipedia

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