Jaroslawa Baijew: Eine Kurzgeschichte

Vorlesen
cms.xnsld lesering

Es war einmal ein kleines Pferd namens Niko, das in einem sonnigen, bunten Dorf am
Rande eines Waldes lebte. Niko war kein gewöhnliches Pferd – er hatte eine besondere
Vorliebe für Badelatschen! Während die anderen Pferde Stiefel oder Hufeisen trugen, lief
Niko fröhlich in seinen bequemen, bunten Badelatschen durch das Dorf. Eines schönen
Morgens, als die Vögel fröhlich zwitscherten und die Blumen in allen Farben blühten,
beschloss Niko, ein Abenteuer zu erleben. „Ich werde heute etwas Neues entdecken!“, rief er
fröhlich und schnappte sich seine Lieblingsbadelatschen. Sie waren rot mit gelben Streifen
und passten perfekt zu seiner neugierigen und fröhlichen Art. Mit einem lauten Wiehern
galoppierte Niko aus dem Stall. Er lief durch das Dorf und winkte den anderen Tieren zu.
„Guten Morgen, Hase!“, rief er und sprang über einen kleinen Bach. „Hallo, Katze!“, rief er
und winkte mit seiner Hufe in die Richtung der hohen Bäume. Niko lief immer weiter und
weiter, bis er den Wald erreichte. Es war ein geheimnisvoller Wald, der von hohen Bäumen
und glänzenden Blumen umgeben war. Doch Niko hatte keine Angst. Mit seinen
Badelatschen klapperte er fröhlich über den weichen Waldboden. „Ich werde sicher ein tolles
Abenteuer erleben!“, dachte er. Plötzlich hörte er ein leises, weinerliches Geräusch.
Neugierig lief er dem Geräusch hinterher und entdeckte eine kleine Maus, die traurig in
einem Baumstumpf saß. „Oh, du arme Maus! Warum weinst du denn?“, fragte Niko
freundlich. „Ich habe meine Familie verloren und finde den Weg nach Hause nicht mehr!“, schniefte die Maus. „Keine Sorge!“, sagte Niko und setzte sich neben die kleine Maus. „Ich
helfe dir, deine Familie zu finden!“ Die Maus nickte und zusammen machten sie sich auf den
Weg. Niko führte die Maus mit seinen Badelatschen fröhlich durch den Wald. Sie hüpften über Wurzeln, kletterten über Steine und durchquerten Bäche. Und immer wieder fragte Niko
unterwegs: „Bist du sicher, dass wir richtig sind?“ Die Maus nickte immer wieder und zeigte
auf den Weg. Schließlich, nach einem langen Abenteuer, erreichten sie eine kleine Lichtung,
auf der die Familie der Maus wartete. Alle freuten sich, die Maus wiederzusehen, und sie
bedankte sich bei Niko für seine Hilfe. „Du hast mir wirklich geholfen, Niko! Du bist das beste
v Pferd mit Badelatschen, das ich kenne!“, sagte die kleine Maus. Niko strahlte vor Freude. „Es
war ein großes Abenteuer, aber nichts ist schöner, als einem Freund zu helfen!“ Mit einem
fröhlichen Wiehern verabschiedete sich Niko von der Maus und ihrer Familie. Er zog seine
Badelatschen an und galoppierte glücklich zurück nach Hause, froh, ein neues Abenteuer
erlebt zu haben. Von diesem Tag an wusste jeder im Dorf, dass das Pferd mit den
Badelatschen immer bereit war, zu helfen und neue Abenteuer zu erleben – und dass ein
bisschen Spaß und Hilfsbereitschaft die besten Zutaten für ein glückliches Leben sind. Und
wenn du in einem sonnigen Dorf spazieren gehst und das Klicken von Badelatschen hörst,
könnte es sein, dass Niko gerade ein weiteres Abenteuer beginnt!

Gefällt mir
2
 

Weitere Freie Texte

Freie Texte

Geschichte: Dilara Sophie Schömer

Eilig rannte ich durch das hohe Gras. Es war schon Nachmittag, bald würde die Sonne untergehen. Doch jetzt strahlte diese noch hell genug, dass ich die Landschaft unter mir sah und nicht hinfiel. Als ich jedoch das Feld hinter mir gelassen hatte und in den dichten Wald rannte, wurde es schlagartig dunkel und man sah nur wenig vom Boden, woraufhin ich auf jeden meiner schnellen Schritte achtete, nicht auszurutschen. Doch das war ziemlich schwer, denn gleichzeitig schaute ich regelmäßig nach ...
Freie Texte

Lächelndes Mädchen: Pia Reichstein

Das Lächelnde Mädchen siehst du in mir, Aber wenn ich ihn den Spiegel schaue sehe ich nur die Fehler an mir. Die unproportionale Nase,der Körper der nicht richtig ins Bild passen will ,die Daumen die ich täglich verstecke. Das alles was du nicht siehst, weil du siehst nur das lächelnde Mädchen in mir. Das das glücklich und zufrieden ist. Das das selbstbewusst wirkt. Aber das das bin nicht. v Den hinter dieser Maske da ist ein zerbrechliches, verletztes Mädchen was sich Abends in den Schlaf weint ...
Freie Texte

Jana Mühlbach: „Für immer Jetzt“ – ein Song in Erinnerung an Richard

Intro Ich sitze hier, schreibe und weine, weil ich dich spür. Unsre Zeit war so kurz, ein kurzer Augenblick - der für immer bleibt. 1. Ich wünsche mir, ich könnte noch einmal deine Lippen spüren, deinen warmen, weichen Duft riechen, deine Haare spür ́n in meinem Gesicht. So gerne würde ich noch einmal deine Stimme hören, so warm, so tröstend - in ihrem Klang fühlte ich mich zu Hause, so wohlig, so vertraut. Refrain Wir leuchteten zu zweit, ein helles Licht - in der Dunkelheit. Ein kurzer ...
Nano Banana by Lesering
Freie Texte

Gabriele Ludwig: Der Weihnachtsmannassistent

„Eine schöne Adventszeit“, buchstabierte Emma. Sie hielt die Karte in der einen Hand und in der anderen eine Schachtel, die mit Sternen bedruckt war. „Das lag vor unserer Wohnungstür“, sagte sie und zeigte ihrem Bruder beides. Tom war froh, seine Hausaufgaben unterbrechen zu können. Emma war immer viel schneller damit fertig als er und lesen konnte sie mit ihren sieben Jahren auch ziemlich gut. „Gib mal her“, sagte Tom. Er besah sich die Karte. Es war kein Absender zu sehen, aber eine ...

Aktuelles