Am 2. Februar startet die Literaturverfilmung "Ein Mann namens Otto" in den deutschen Kinos. Die beinahe gleichnamige Romanvorlage - "Ein Mann namens Ove" - des schwedischen Autors Fredrik Backman wurde bereits im Jahr 2015 erfolgreich ins Filmische übersetzt. Im nun bevorstehenden US-Remake übernimmt Tom Hanks die Hauptrolle.
Im Jahr 2015 reüssierte die schwedische Tragikkomödie "Ein Mann namens Ove" von Regisseur Hannes Holm kurz nach Kinostart zur erfolgreichsten schwedischen Produktion aller Zeiten. Auf den drei Jahre zuvor erschienenen gleichnamigen Roman von Fredrik Backman zurückgehend, thematisiert der Film einen Lebensabschnitt des Spießbürgers Ove, der mit streng-peniblem Blick auf seine Nachbarschaft und die Einhaltung aller aufgestellten Regeln blickt. Als der Pedant aus Altersgründen seinen Job aufgeben muss, beschließt er sich das Leben zu nehmen, um seine verstorbene Frau im Jenseits zu treffen. Seine Selbstmordversuche werden allerdings immer wieder von äußeren Begebenheiten und den Eingriffen anderer Personen unterbrochen.
Tom Hanks in der Hauptrolle
Auch in Deutschland, wo der Film ein Jahr später, im Jahr 2016, erschien, konnte "Ein Mann namens Ove" außerordentliche Erfolge Feiern und binnen eines halben Jahres mehr als eine halbe Millionen Menschen in die Kinos locken. Grund war wohl die Romanvorlage von Fredrik Backman, die nicht weniger erfolgreich war. 2014 erschien dieser auf Deutsch bei Fischer, und hielt sich seitdem 30 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste (Hardcover/Belletristik). Als Taschenbuchausgabe war der Roman sogar länger als 80 Wochen auf der Bestsellerliste anzutreffen.
Jetzt hat sich Hollywood auf den Romanstoff gestürzt, und die Geschichte unter dem leicht abgewandelten Titel "Ein Mann namens Otto" neuverfilmt. In der Hauptrolle wird Tom Hanks zu sehen sein, der als mürrischer Witwer auf die Einhaltung der Regeln in seiner Ein-Familienhaus-Siedlung achtet. Seine Selbstmordversuche werden von der neuen Nachbarsfamilie unterbrochen.
Fredrik Backman
Carl Fredrik Backman wurde 1981 in Stockholm geboren, und wuchs in Helsingborg auf. Nach einem abgebrochenen Studium der Religionswissenschaften arbeitete er als Kraftfahrer, Restauranthilfe und Gabelstaplerfahrer. Anschließend arbeitete er als Blogger, unter anderem für das Magazin Moore. Sein Debütroman "En man som heter Ove" ("Ein Mann namens Ove") verkaufte sich über 600.000 Mal und wurde in mehr als 25 Sprachen übersetzt.
Topnews
Unser Geburtstagskind für den Wintermonat Februar: Gertrude Stein
Ein Geburtstagskind im Januar: Edgar Allan Poe – Dichter der Struktur und des Schreckens
Geburtstagskind im Dezember – Emily Dickinson
Ein Geburtstagskind im November: Astrid Lindgren
Geburtstagskind im Oktober: Benno Pludra zum 100. Geburtstag
Das Geburtstagskind im September: Roald Dahl – Der Kinderschreck mit Engelszunge
Ein Geburtstagskind im August: Johann Wolfgang von Goethe
Hans Fallada – Chronist der kleinen Leute und der inneren Kämpfe
Ein Geburtstagskind im Juni: Bertha von Suttner – Die Unbequeme mit der Feder
Ein Geburtstagskind im Mai: Johannes R. Becher
Ein Geburtstagskind im April: Stefan Heym
Ein Geburtstagskind im März: Christa Wolf
Bertolt Brecht – Geburtstagskind im Februar: Ein literarisches Monument, das bleibt
Wie Banksy die Kunst rettete – Ein überraschender Blick auf die Kunstgeschichte
Ein Geburtstagskind im Januar: Franz Fühmann
Zauberberg 2 von Heinz Strunk
100 Jahre „Der Zauberberg“ - Was Leser heute daraus mitnehmen können
Oschmann: Der Osten: Eine westdeutsche Erfindung“ – Umstrittene russische Übersetzung
Überraschung: Autorin Han Kang hat den Literaturnobelpreis 2024 gewonnen
Aktuelles
Das Herbarium der Gefolgschaft – Heinrich Manns Der Untertan
Siegfried Lenz: Schleswig-Holstein – Ein Lesebuch
Siegfried Lenz, Hamburg und die Literatur der Nachkriegsstadt
Tauwetter – Leo Tolstois „Anna Karenina“ neu gelesen
Netz ohne Fischer, aber mit Wirkung – Rezension zu Sascha Kokots „Geisternetze“
Siri Hustvedts „Ghost Stories“ als Literatur der Beziehung
Nachhaltig und günstig lesen: So geht's!
Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2026: Drei Autoren auf der Shortlist
Der Koffer der Milena Jesenská – Ein Fundstück aus dem Schatten Kafkas
„The Bride! – Es lebe die Braut“
„Die Erschöpften“ – Oliver Sturms Hörspiel über eine müde Gesellschaft gewinnt den Deutschen Hörbuchpreis 2026 in der Kategorie „Bestes Hörspiel“
Selfpublishing-Buchpreis 2025/26: Neun Bücher im Finale auf der Leipziger Buchmesse
Marc Elsberg Eden Rezension: Wenn das Sterben beginnt
„The Darlington – Logan & Rose“ – Laura Kneidl krönt ihre Hotel-Saga
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig – Wenn der Ruhestand plötzlich bellt
Rezensionen
Michael von Kunhardt Mentalgiganten: Was wahre Stärke wirklich ausmacht
Happy Head von Josh Silver – Wellness, Wettbewerb, Wahnsinn