20.08.2025

Die Ausweichschule Kaleb Erdmann
 Die Ausweichschule Kaleb Erdmann
 Erdmann erzählt keine Chronik des Grauens, sondern eine stille, dichte Untersuchung des Erinnerns. Er kombiniert autobiografische Fragmente mit dokumentarischem Material – etwa dem Gasser-Bericht - bezieht literarische und journalistische Stimmen ein, konfrontiert seine eigene Erinnerung mit Fakten. Es ist ein Ringen, kein Behaupten park x ullstein

Buchvorstellung

Kaleb Erdmann
: Die Ausweichschule

Manchmal sind es Orte, die sich ins Gedächtnis brennen. Kaleb Erdmanns Die Ausweichschule erzählt von so einem Ort. Nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002 werden die Kinder in ein anderes Gebäude gebracht – Übergangslösung nennt man das. Für den Erzähler, damals elf Jahre alt, wird es zum Symbol: ein Raum des Dazwischen, in dem nichts zur Ruhe kommt. Zwanzig Jahre später ist der Junge erwachsen, Schriftsteller, äußerlich gefestigt. Doch eine Anfrage aus der Theaterszene bringt ...

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